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Ein Geschenk zu Weihnachten – Schutz der Arktis

Nur noch acht Tage, dann endet 2016 und das neue Jahr beginnt. Sascha und ich möchten uns deshalb heute von euch für dieses Jahr verabschieden und euch allen FROHE WEIHNACHTEN und ein glückliches, gesundes und grünes neues Jahr wünschen!

2016 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Doch dank der Proteste zahlloser Umweltschützer und Umweltorganisationen und dank des Einsatzes  indigener Völker gibt es am Ende des Jahres noch ein Geschenk, das Hoffnung macht: Gemeinsam haben der amerikanische Präsident Obama und der kanadische Premierminister Trudeau diese Woche ein weitreichendes Schutzprogramm auf den Weg gebracht:  Die Förderung von Öl und Gas wird in großen Teilen der Arktis und der Atlantikküste – Hoheitsgebiet der USA und Kanada – bis auf Weiteres ausgesetzt! „Damit schützen wir ein einzigartiges Ökosystem“, erklärte Obama.

Hier findest du mehr dazu:

Wir hoffen, euch haben die Beiträge gefallen und ihr habt hier die ein oder andere interessante Information über die Natur erfahren. Und wenn ihr wollt: Im Januar geht es mit neuen Beiträgen weiter! Bis dahin, eure Tina und Sascha

Klimagipfel in Marrakesch hat Klima-Fahrplan beschlossen

Trotz der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA, und seiner im Wahlkampf gemachten Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten …

Trotz des wenig ambitionierten Klimaschutzplans Deutschlands, das nicht erst damit seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verloren hat …

Trotz der großen Lücke, die noch zwischen den eingereichten nationalen Klimazielen und dem großen Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, klafft …

… wurde der 22. weltweite Klimagipfel in Marrakesch ein Erfolg!

Zwei Wochen lang haben die Delegierten  aus 195 Staaten über den Klimaschutz verhandelt.  Darüber, wie die Beschlüsse von Paris auch umgesetzt werden können. Und am Ende steht nun ein Fahrplan genau dafür.  Wie unter anderem auch die Süddeutsche Zeitung berichtete, ließen sich die Teilnehmer des Klimagipfels eben nicht von all den oben genannten Hindernissen entmutigen, sondern sind eben TROTZ oder gerade deswegen näher zusammengerückt.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sprach sogar von einer „neue[n] Entschlossenheit, das Abkommen von Paris umzusetzen.“

Ein besonders Zeichen setzten die von der Klimakrise besonders gefährdeten Staaten – sie kündigten an, in ihren Ländern zukünftig auf 100% Erneuerbare Energien zu setzen.

Ganz im Zeichen von: WE WILL MOVE AHEAD!

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Positiv wurde in Marrakesch auch gewertet, dass China nach dem voraussichtlichen Ausstieg der USA, die zuletzt mit Barack Obama die weltweite Führungsrolle im Klimaschutz eingenommen hatten, diese zu übernehmen.

Doch auch die EU und Deutschland sind in der Pflicht! Viele Umweltschützer fragen sich, ob wir hier wieder zu dem engagierten Klimaschutz früherer Zeiten zurückfinden.

Nun, der nächste Klimagipfel findet – unter Ausrichtung der Fidschi-Inseln – 2017 in Bonn statt. Da wäre es doch perfekt, ein Zeichen zu setzen? Wie hat Marokkos Außenminister Salaheddine Mezouar am Ende des Klimagipfels gesagt (er leitete als Präsident die Verhandlungen von Marrakesch): „Über die vergangenen beiden Wochen haben wir zusammen in die Zukunft geschaut mit einem Bewusstsein für Verantwortung.“

Die Erwachsenen legen gerade das zukünftige Klima fest – das ist Eure Zukunft! Setzt Euch dafür ein!

# COP 21 – kurz und knapp zum Klimagipfel in Paris

Am 30. November geht es los – der UN-Klimagipfel in Paris, der den offiziellen Namen # COP 21 hat.

Hier nun ein paar Informationen für euch rund um den Gipfel – heute zum Inhalt und zur Geschichte der Klimakonferenzen:

Warum gibt es diese Klimagipfel eigentlich? Warum setzt sich die Welt zusammen, um über das Klima zu sprechen? Nun, seit der industriellen Revolution 1800 hat sich die weltweite Erdtemperatur bis heute schon um 0,8 Grad Celsius erhöht. Sollte dieses Jahr übrigens weiter so warm bleiben, dann könnte es um 1 Grad darüber liegen!

Das klingt an sich nicht so schlimm? Meine Güte, nur 0,8 bis 1 Grad … haben wir hier eben wärmere Sommer und bauen Wein dort an, wo er noch nie zuvor gedeihte …  Aber schon jetzt spüren wir weltweit  die Folgen dieser Erwärmung: Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen mit zahllosen Hitzetoten, dramatische Gletscherschmelze, Zunahme von Wetterextremen wie Starkregen bei gleichzeitigen Dürreperioden, heftigere Stürme und und und.

Experten und inzwischen auch die meisten Politiker weltweit sind sich einig, dass dieser Klimawandel menschengemacht ist. Denn es ist die Verbrennung der fossilen Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) – der Hauptmotor für Wirtschaft seit 1800 und vor allem seit 1950 (die große Beschleunigung) -, die zu einem extremen Anstieg von CO2 in der Erdatmosphäre geführt hat. Was wiederum über den Treibhauseffekt – je mehr CO2 in der Atmosphäre, desto wärmer ist es – zum Klimawandel wird.

Wenn nun der Mensch das Klima verändert und das ernste Folgen für die Natur und den Menschen hat, dann muss er auch etwas dagegen tun. Das war manchen Wissenschaftlern und Umweltschützern auch schon früh klar:

Bereits 1979 wurde die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.  1988 gab es dann eine Klimakonferenz in Toronto, wo erstmals Wissenschaftler und Regierungsvertreter aus verschiedenen Ländern zusammenkamen, um Möglichkeiten des Klimaschutzes zu diskutieren. Das Ergebnis war eine geplante Senkung des CO2-Ausstoßes, aber auf freiwilliger Basis.

Wichtig ist, dass in diesem Jahr auch  das UN-Klimagremium  Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gegründet wurde. Dieses Gremium fasst den Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsbereichen zusammen, stellt den jeweils aktuellen Stand dar und zeigt Politiker und Ländern Handlungsmöglichkeiten auf. Das sind die berühmten IPCC-Berichte!

Die erste Konferenz der teilnehmenen Vertragsstaaten fand in Berlin 1995 statt, die # COP 1 (= Conference of the Parties). Seitdem kommen jährlich Wissenschaftler und Regierungsvertreter zusammen, um gemeinsam etwas gegen die gefährliche Erderwärmung zu tun. 2015 in Paris wird es  zum 21sten Mal sein – deshalb #COP 21.

Wenn du dich über die wichtigsten Klimagipfel informieren willst, dann findest du auf folgenden Seiten sehr gute Informationen:

Internationale Klimakonferenzen – erklärt von Greenpeace

Die Ergebnisse der einzelnen COPs vom Umweltministerium aufgelistet

Hier noch kurz die wichtigsten  COPs bis Paris:

Der Erdgipfel in Rio de Janeiro 1992 – #COP2. Dort gründeten die  Industrienationen die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und planten, mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung den CO2-Ausstoß zu verringern. Länder wie die USA lehnten aber jegliche Art einer bindenden Verpflichtung massiv ab.

Der Gipfel, der zum berühmten Kyoto-Protokoll führte: # COP3 im Jahr 1997 im japanischen Kyoto. Dort einigten sich die Industrieländer endlich darauf, sich auf ein rechtlich verbindliches Klima-Abkommen einzulassen. Die schlimmsten Verursacher der Treibhaus-Emissionen – die Industrieländer – sollten in einer ersten Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 die Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase – u.a. Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) – um mindestens fünf Prozent unter das Niveau von 1990  senken.

Bis zum 16. Februar 2005, an dem das Kyoto-Protokoll in Kraft trat, unterschrieben 191 Staaten. Erst so war es völkerrechtlich wirksam.

Von 2006 bis 2008 trafen sich die Vertreter der Klimarahmenkonvention der UN zwar wie vereinbart jährlich, und es wurden auch Vorschläge eingereicht, doch in der Realität fand keine Abnahme der Emissionen statt, sondern eine sichtbare Zunahme!

2009 fand ein besonders frustrierender Klimagipfel in Kopenhagen statt: #COP15 gilt als gescheitert. Ein rechtlich verbindliches Abkommen für mehr weltweiten Klimaschutz wurde nicht beschlossen  – vor allem, weil die Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß, die USA , die EU, China, Indien u.a. die Verhandlungen bremsten.

Erst 2010 in Cancun (# COP 16) kam es zu einer Fortsetzung des Kyoto-Protokolls mit folgenden wichtigen Beschlüssen:

• Einrichtung eines Klimaschutzfonds
• Festlegung der Grenze der Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius
• Sicherung von Biodiversität bei Maßnahmen gegen die Entwaldung
• Sicherung der Rechte Indigener Völker

Auf der # COP 21  in Doha wurde zwar eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls verabschiedet,  das ja 2012 auslief, allerdings haben nur wenige Industrieländer die damit einhergehenden Verpflichtungen akzeptiert. Die Regierungen von Kanada, Russland und Japan weigerten sich, in eine neue Verpflichtungsperiode zur Redukzierung der Treibhausgase zu gehen. Zudem wurden in Doha Schlupflöcher im Vertragstext nicht vollständig geschlossen, es fehlten konkrete Zusagen für die vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländer. Und erneut haben die Großmächte USA, Russland und China die Verhandlungen dominiert und gebremst.

Nun steht aber Paris 2015 vor der Tür und erstmals scheint der Weg zu einem globalen Klimaschutzabkommen, gemeinsam mit den USA und China, geebnet zu sein. Warum und wie ? Das demnächst in einem neuen Blogeintrag …

Am 29. November geht die Welt gegen den Klimawandel auf die Strasse – du auch?

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Am 29. November 2015 und damit einen Tag, bevor die Staatschefs der Welt in Paris zum wichtigsten Klimagipfel dieses Jahrzehnts zusammenkommen, kannst auch du ein Zeichen setzen. Denn an diesem Tag findet der „Global Climate March“ statt.  Das heißt, weltweit gehen die Menschen für ihren Planeten und gegen den Irrsinn auf die Straße. Letztes Jahr waren das mehr als 700.000!

Die eine Million müsste doch zu schaffen sein, oder? Bisher sind rund um den Globus schon Tausende Städte zusammenkommen. Marschiere mit, oder organisiere selbst einen Lauf, wenn es diesen in deiner Stadt, in deinem Ort noch nicht gibt. Denn jeder kann mitmachen.

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Zeig den Erwachsenen und vor allem den Politikern, dass es Zeit wird für eine sicherere Welt mit erneuerbarer Energie!

Mehr über den „Global Climate March“ hier.

Und auf Englisch …

Und hier kannst du nachsehen, ob es in deiner Nähe schon einen Klimamarsch gibt.