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Klimagipfel in Marrakesch hat Klima-Fahrplan beschlossen

Trotz der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA, und seiner im Wahlkampf gemachten Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten …

Trotz des wenig ambitionierten Klimaschutzplans Deutschlands, das nicht erst damit seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verloren hat …

Trotz der großen Lücke, die noch zwischen den eingereichten nationalen Klimazielen und dem großen Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, klafft …

… wurde der 22. weltweite Klimagipfel in Marrakesch ein Erfolg!

Zwei Wochen lang haben die Delegierten  aus 195 Staaten über den Klimaschutz verhandelt.  Darüber, wie die Beschlüsse von Paris auch umgesetzt werden können. Und am Ende steht nun ein Fahrplan genau dafür.  Wie unter anderem auch die Süddeutsche Zeitung berichtete, ließen sich die Teilnehmer des Klimagipfels eben nicht von all den oben genannten Hindernissen entmutigen, sondern sind eben TROTZ oder gerade deswegen näher zusammengerückt.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sprach sogar von einer „neue[n] Entschlossenheit, das Abkommen von Paris umzusetzen.“

Ein besonders Zeichen setzten die von der Klimakrise besonders gefährdeten Staaten – sie kündigten an, in ihren Ländern zukünftig auf 100% Erneuerbare Energien zu setzen.

Ganz im Zeichen von: WE WILL MOVE AHEAD!

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Positiv wurde in Marrakesch auch gewertet, dass China nach dem voraussichtlichen Ausstieg der USA, die zuletzt mit Barack Obama die weltweite Führungsrolle im Klimaschutz eingenommen hatten, diese zu übernehmen.

Doch auch die EU und Deutschland sind in der Pflicht! Viele Umweltschützer fragen sich, ob wir hier wieder zu dem engagierten Klimaschutz früherer Zeiten zurückfinden.

Nun, der nächste Klimagipfel findet – unter Ausrichtung der Fidschi-Inseln – 2017 in Bonn statt. Da wäre es doch perfekt, ein Zeichen zu setzen? Wie hat Marokkos Außenminister Salaheddine Mezouar am Ende des Klimagipfels gesagt (er leitete als Präsident die Verhandlungen von Marrakesch): „Über die vergangenen beiden Wochen haben wir zusammen in die Zukunft geschaut mit einem Bewusstsein für Verantwortung.“

Die Erwachsenen legen gerade das zukünftige Klima fest – das ist Eure Zukunft! Setzt Euch dafür ein!

COP 22 – Klimakonferenz in Marrakesch hat begonnen

Seit Montag, den 7. November, findet in Marrakesch der 22.  UN-Weltklimagipfel statt. Vor etwa einem Jahr – am 12. Dezember 2015  – endete in Paris die Vorgängerkonferenz mit einem als historisch gefeierten Klimaabkommen, in dem 197 Länder beschlossen, die Erderwärmung auf unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen.

In Marrakesch geht es nun zwei Wochen lang darum, wie dieses Ziel in konkrete Schritte und Zeitpläne umgesetzt werden kann.  Es ist die Zeit des Handelns.

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Doch wie mühsam der Weg hin zu wirklichen und spürbaren CO2-Einsparungen ist, das beweist gerade die deutsche Politik. Eigentlich wollte Bundesumweltminsterin Hendricks mit einem ambitionierten deutschen Klimaplan, dem „Klimaschutzplan 2050“, nach Marokko fahren. Doch Bundeswirtschaftsminister Gabriel blockierte letzte Nacht in letzter Sekunde den Plan. Warum, das wird er wohl noch erklären. Wie sagt schon Paul in ES IST DEIN PLANET: Die Zerstörung der Umwelt bringt Konzernen, Firmen und Wirtschaftsbossen viel Geld ein.  So lange das so ist, hat die Natur das Nachsehen.

Doch auch die Nachricht,  dass Donald Trump der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden wird, kann dem Pariser Klimaabkommen schaden. Im Wahlkampf hatte Trump den Klimawandel als „Schwindel“ bezeichnet und versprochen, aus dem Abkommen auszutreten.  Das würde den Klimavertrag und damit auch die Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad gefährden. Denn falls sich die USA aus dem Klima-Deal zurückziehen würden, ist nicht klar, wie es mit der gesamten Vereinbarung weitergeht.

Was passiert: Wir informieren euch hier!

 

COP #21 geht in die Verlängerung – Vertragsentwurf soll morgen um 9 Uhr vorliegen

Obwohl die ganze Nacht verhandelt wurde, liegt heute – am offiziell letzten Tag der UN-Klimakonferenz in Paris – noch kein neuer Vertragsentwurf vor.  Einige Länder stellen sich quer, darunter China und Indien.

Und so müssen alle auf morgen, Samstag, den 12. Dezember, 9 Uhr, warten. Bis dahin haben die Verhandlungspartner noch Zeit, ein umfassendes und wirkungsvolles Klimaschutzprogramm zu verabschieden.

Das ist übrigens der Vertragsentwurf (auf Englisch), um den sich alles dreht!

Auf folgenden Seiten kannst Du Dich über den aktuellen Stand der Klimaverhandlungen informieren:

Der Liveblog von Tagesschau.de

Auf der Webiste von Greenpeace

Während drinnen um unser aller Zukunft gefeilscht wird, wurde draußen von jungen Leuten demonstriert:  “We want freedom – all your oil, gas, and coal we don’t need ’em”

# COP 21 – kurz und knapp zum Klimagipfel in Paris

Am 30. November geht es los – der UN-Klimagipfel in Paris, der den offiziellen Namen # COP 21 hat.

Hier nun ein paar Informationen für euch rund um den Gipfel – heute zum Inhalt und zur Geschichte der Klimakonferenzen:

Warum gibt es diese Klimagipfel eigentlich? Warum setzt sich die Welt zusammen, um über das Klima zu sprechen? Nun, seit der industriellen Revolution 1800 hat sich die weltweite Erdtemperatur bis heute schon um 0,8 Grad Celsius erhöht. Sollte dieses Jahr übrigens weiter so warm bleiben, dann könnte es um 1 Grad darüber liegen!

Das klingt an sich nicht so schlimm? Meine Güte, nur 0,8 bis 1 Grad … haben wir hier eben wärmere Sommer und bauen Wein dort an, wo er noch nie zuvor gedeihte …  Aber schon jetzt spüren wir weltweit  die Folgen dieser Erwärmung: Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen mit zahllosen Hitzetoten, dramatische Gletscherschmelze, Zunahme von Wetterextremen wie Starkregen bei gleichzeitigen Dürreperioden, heftigere Stürme und und und.

Experten und inzwischen auch die meisten Politiker weltweit sind sich einig, dass dieser Klimawandel menschengemacht ist. Denn es ist die Verbrennung der fossilen Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) – der Hauptmotor für Wirtschaft seit 1800 und vor allem seit 1950 (die große Beschleunigung) -, die zu einem extremen Anstieg von CO2 in der Erdatmosphäre geführt hat. Was wiederum über den Treibhauseffekt – je mehr CO2 in der Atmosphäre, desto wärmer ist es – zum Klimawandel wird.

Wenn nun der Mensch das Klima verändert und das ernste Folgen für die Natur und den Menschen hat, dann muss er auch etwas dagegen tun. Das war manchen Wissenschaftlern und Umweltschützern auch schon früh klar:

Bereits 1979 wurde die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.  1988 gab es dann eine Klimakonferenz in Toronto, wo erstmals Wissenschaftler und Regierungsvertreter aus verschiedenen Ländern zusammenkamen, um Möglichkeiten des Klimaschutzes zu diskutieren. Das Ergebnis war eine geplante Senkung des CO2-Ausstoßes, aber auf freiwilliger Basis.

Wichtig ist, dass in diesem Jahr auch  das UN-Klimagremium  Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gegründet wurde. Dieses Gremium fasst den Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsbereichen zusammen, stellt den jeweils aktuellen Stand dar und zeigt Politiker und Ländern Handlungsmöglichkeiten auf. Das sind die berühmten IPCC-Berichte!

Die erste Konferenz der teilnehmenen Vertragsstaaten fand in Berlin 1995 statt, die # COP 1 (= Conference of the Parties). Seitdem kommen jährlich Wissenschaftler und Regierungsvertreter zusammen, um gemeinsam etwas gegen die gefährliche Erderwärmung zu tun. 2015 in Paris wird es  zum 21sten Mal sein – deshalb #COP 21.

Wenn du dich über die wichtigsten Klimagipfel informieren willst, dann findest du auf folgenden Seiten sehr gute Informationen:

Internationale Klimakonferenzen – erklärt von Greenpeace

Die Ergebnisse der einzelnen COPs vom Umweltministerium aufgelistet

Hier noch kurz die wichtigsten  COPs bis Paris:

Der Erdgipfel in Rio de Janeiro 1992 – #COP2. Dort gründeten die  Industrienationen die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und planten, mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung den CO2-Ausstoß zu verringern. Länder wie die USA lehnten aber jegliche Art einer bindenden Verpflichtung massiv ab.

Der Gipfel, der zum berühmten Kyoto-Protokoll führte: # COP3 im Jahr 1997 im japanischen Kyoto. Dort einigten sich die Industrieländer endlich darauf, sich auf ein rechtlich verbindliches Klima-Abkommen einzulassen. Die schlimmsten Verursacher der Treibhaus-Emissionen – die Industrieländer – sollten in einer ersten Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 die Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase – u.a. Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) – um mindestens fünf Prozent unter das Niveau von 1990  senken.

Bis zum 16. Februar 2005, an dem das Kyoto-Protokoll in Kraft trat, unterschrieben 191 Staaten. Erst so war es völkerrechtlich wirksam.

Von 2006 bis 2008 trafen sich die Vertreter der Klimarahmenkonvention der UN zwar wie vereinbart jährlich, und es wurden auch Vorschläge eingereicht, doch in der Realität fand keine Abnahme der Emissionen statt, sondern eine sichtbare Zunahme!

2009 fand ein besonders frustrierender Klimagipfel in Kopenhagen statt: #COP15 gilt als gescheitert. Ein rechtlich verbindliches Abkommen für mehr weltweiten Klimaschutz wurde nicht beschlossen  – vor allem, weil die Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß, die USA , die EU, China, Indien u.a. die Verhandlungen bremsten.

Erst 2010 in Cancun (# COP 16) kam es zu einer Fortsetzung des Kyoto-Protokolls mit folgenden wichtigen Beschlüssen:

• Einrichtung eines Klimaschutzfonds
• Festlegung der Grenze der Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius
• Sicherung von Biodiversität bei Maßnahmen gegen die Entwaldung
• Sicherung der Rechte Indigener Völker

Auf der # COP 21  in Doha wurde zwar eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls verabschiedet,  das ja 2012 auslief, allerdings haben nur wenige Industrieländer die damit einhergehenden Verpflichtungen akzeptiert. Die Regierungen von Kanada, Russland und Japan weigerten sich, in eine neue Verpflichtungsperiode zur Redukzierung der Treibhausgase zu gehen. Zudem wurden in Doha Schlupflöcher im Vertragstext nicht vollständig geschlossen, es fehlten konkrete Zusagen für die vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländer. Und erneut haben die Großmächte USA, Russland und China die Verhandlungen dominiert und gebremst.

Nun steht aber Paris 2015 vor der Tür und erstmals scheint der Weg zu einem globalen Klimaschutzabkommen, gemeinsam mit den USA und China, geebnet zu sein. Warum und wie ? Das demnächst in einem neuen Blogeintrag …

Ideen: der deutsche Umweltpreis 2015 für Latif, Rockström und Succow

Lina aus ES IST DEIN PLANET hätte sich gefreut: Denn als gestern in Essen der höchstdotierte, unabhängige Umweltpreis Europas – der Deutsche Umweltpreis 2015 – vergeben wurde, war auch der schwedische Wissenschaftler Johan Rockström darunter!

Von ihm stammt das Konzept der planetaren Grenzen (auch Belastungsgrenzen der Erde oder engl. planetary boundaries genannt, vgl. Buch S. 50ff).  Johan Rockström und seinem Team ist es gelungen, die Belastbarkeit des Planeten sichtbar zu machen. Dafür haben sie zehn Erdsysteme wie Klimawandel, Versauerung der Meere oder Veränderung der Landnutzung festgelegt und untersucht, ob der Planet in diesen Systemen unbelastet, belastet oder schon überlastet ist. Vier der zehn Grenzen, innerhalb deren wir Menschen sicher leben und handeln können,  sind inzwischen überschritten. Eines davon ist der Klimawandel.

Der Klimawandel ist auch Schwerpunkt und Thema des zweiten Preisträgers, der sich die Auszeichnung mit Johan Rockström teilt: der Kieler Klima- und Meeresforscher Mojib Latif.

Er ist nicht nur einer der herausragendsten Klimaforscher Deutschlands. Seit vielen Jahren weist Mojib Latif auf die große Bedeutung der Ozeane für das Klima hin – ohne intakte Meere droht der Planet für Menschen unbewohnbar zu werde. Besonders hat die Jury hervorgehoben,  dass es dem Wissenschaftler gelinge, komplexe Zusammenhänge zwischen Klima und Meer verständlich und anschaulich zu erklären. Und zwar nicht nur Experten, sondern einem breiten Publikum und Kindern und Jugendlichen.

Der Ehrenpreis 2015 ging an den Naturschützer, Biologen und Agrarwissenschaftler Michael Succow. Er habe, so die Bergündung der Jury,  dafür gesorgt, dass nach der Wiedervereinigung vor 25 Jahren große Teile Ostdeutschlands zu Nationalparks oder Biosphärenreservaten erklärt wurden. 1997 erhielt er bereits den Alternativen Nobelpreis der Right Livelihood Award Foundation in Stockholm und gründete mit dem Preisgeld eine Stiftung zum Schutz der Natur, die seit 1999 Naturschutzprojekte im In- und Ausland durchführt.

Mehr über das Engagement von Michael Succow und seine Stiftung findest du hier.

Drei Wochen vor dem Klimagipfel in Paris sind die Auszeichnungen an diese drei herausragenden Umweltschützer- und forscher ein tolles Signal! Und gute Ideen kann man sich bei allen drei Preisträgern abschauen!

Mehr Informationen zu allen drei Preisträgern.

 

Nur noch 4 Wochen bis zur UN-Klimakonferenz in Paris – Es geht um deine Zukunft!

2 Grad oder mehr? Das ist die alles entscheidende Frage, über die ab dem 30. November 2015 in Paris gesprochen, diskutiert und gestritten  wird. Und es ist die Frage, die die Zukunft von uns allen betreffen wird. Denn gelingt es den Politikern aus mehr als 190 Nationen diesmal nicht, bis zum 11. Dezember 2015 verpflichtende Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2 Grad gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu treffen, dann wird es  schon sehr bald sehr ungemütlich auf der Erde.

Damit ihr mitreden, mitdiskutieren und vielleicht auch mitstreiten könnt, werden Sascha und ich euch ab heute hier in diesem Blog alle wichtigen Fakten, Informationen und Geschichten rund um den Klimagipfel vorstellen.

Denn egal,  wie groß der IRRSINN ist (und er ist im Fall der weltweiten Erderwärmung wirklich riesig!) – es gibt immer auch IDEEN dagegen!

Hier schon einmal die offizielle Info-Grafik mit den Hauptinformationen zur Klimakonferenz  (auf englisch) in Paris, auch COP21/CMP11 genannt:

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