Giraffen in Not

Sie sind weltweit die  beliebtesten und bekanntesten Tiere überhaupt bei Kindern – und auch noch bei vielen Erwachsenen: die Giraffen. Jeder kennt sie, sie liegen als Stofftiere in Betten und Kinderzimmern, hängen als Postermotive an Wänden und sind in Zoos oder Nationalparks Publikumslieblinge.

Was wissen wir über die echten, die wilden Giraffen? Sie leben  vor allem im Süden und Osten Afrikas. Kein lebendes Säugetier an Land ist höher als sie – bis zu 6 Meter -, sie schlafen nicht länger als 20 Minuten am Tag, verteidigen ihre Kinder mit ihren harten Hufen selbst gegen Löwen, können bis zu 55 km/h laufen, und sie haben das größte Herz aller Landtiere. Es wiegt bis zu 11 kg.

Schließt man die Augen, hat man sofort ihren bedächtig staksigen Gang im Kopf und ihre wunderschöne und auffällige Form und Farbe vor Augen. Und noch etwas war an diesen wilden Tieren bis vor Kurzem besonders: Anders als Elefanten und Nashörner waren Giraffen nicht vom Aussterben  bedroht.

Doch nun hat die Weltnaturschutzorganisation IUCN Alarm geschlagen! Und die Giraffe auf die Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. In den vergangenen 30 Jahren ist die Population  um 40 Prozent kleiner geworden. In Zahlen bedeutet das: 1985 wurden noch rund 163.000 Exemplare gezählt, 2015 nur noch rund 97.000.

Grund für diesen dramatischen Rückgang ist – einmal mehr – der Mensch. Die friedlichen und Pflanzen essenden Tiere haben immer weniger Lebensraum und werden zudem illegal gejagt. Das muss aufhören – sonst ist die Giraffe bald von der Erde für immer verschwunden. Und für uns alle – spätestens eure Kinder – nur noch eine Erinnerung, ein Tier aus Erzählungen.

 

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