Alle Beiträge von Martina Vogl

Es ist dein Planet-Lesung am 9. Juni in Basel

Am Freitag, den 9. Juni 2017, werden wir in der GGG Stadtbibliothek im Schmiedenhof in Basel eine Lesung mit Diskussion abhalten. Die Veranstaltung findet im Rahmen der  BASELER UMWELTTAGE statt.

 

Wir freuen uns schon sehr auf die Kinder und Jugendlichen, die wir dort treffen werden! Bist dahin, Tina und Sascha

PS: Und hier geht es zur offiziellen Seite der Umwelttage, falls ihr vom 9. bis 11. Juni 2017 vorbeischauen wollt.

Es gibt viel zu entdecken!

Für das Klima auf die Strasse – BREAK FREE FROM FOSSIL FUELS am 13. Mai in Berlin!

Die US-Amerikaner, Engländer und viele weitere Menschen haben es schon getan – zu Hunderttausenden sind sie am 29. April auf die Straße gegangen und haben für mehr Klimaschutz und Gerechtigkeit demonstriert. 

Hier ein paar Eindrücke von den Demonstration – etwa in Wien, London, Washington und auf Hawai – bei denen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, indigene Völker, Wissenschaftler, Prominente und Politiker gemeinsam mehr Klimaschutz forderten.


Wenn du in Deutschland auch gerne zeigen möchtest, dass dich das Klima interessiert, dann schließe dich am Samstag, den 13. Mai, in Berlin, um 16 Uhr auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor dem Foto-Flashmob & der Demo BREAK FREE FROM FOSSIL FUELS an! 

Hier erfährst du mehr über die Aktion und die dahinter stehende Organisation 350.org:

Eine Reise um die Welt – an einem Tag!

Wenn ihr in den Osterferien noch nichts Bestimmtes vorhabt, dann haben wir einen großartigen Tipp für euch: Reist doch einmal um die ganze Welt! Besucht Länder wie die Schweiz, Italien, Niger, Kamerun, Samoa und Alaska – mit einem Zwischenstopp in der Antarktis. Erlebt die Vielfalt der Kulturen auf der Erde und die ganz unterschiedlichen Klimazonen, die diese Kulturen prägen: die kühle Berglandschaft der Alpen, die trockene Hitze der Wüste, der eisige Südpol, die warmen Sandstrände des Pazifik. Klingt toll, oder? Aber es wird noch besser: Denn ihr könnt diese Weltreise an nur einem Tag machen.

Dafür müsst ihr nur nach Bremerhaven fahren und dort das Klimahaus besuchen, in dem sich buchstäblich die ganze Welt befindet: Von Raum zu Raum reist ihr durch die Klimazonen der Erde – und seht dabei nicht nur, sondern hört und fühlt auch, wie es ist, an den unterschiedlichsten Orten des Planeten zu leben. Und wie es ist, wenn sich das Klima mehr und mehr verändert – denn genau das geschieht ja gerade auf unserem Planeten, und wir Menschen sind dafür verantwortlich. Und so erfahrt ihr im Klimahaus auch einiges über die Gefahren des Klimawandels und lernt, was ihr dagegen tun könnt. Eine Weltreise und eine Reise in die Zukunft – habt ihr schon mal mehr an einem Tag erlebt?

Wenn ihr also Lust und Zeit habt, hier findet ihr alles über das Klimahaus in Bremerhaven.

 

Wie wäre es wohl, ein Dachs oder ein Elefant zu sein?

Heute wollen wir euch einen Buchtipp geben. Es handelt sich um „DER GESCHMACK VON LAUB UND ERDE – Wie ich versuchte, als Tier zu leben“ von Charles Foster. Der englische Tierarzt und Autor wollte nicht nur einfach Tiere im Wald beobachten, sondern selbst wie sie leben: also wie ein Dachs unter der Erde hausen, im Fluss tauchen wie ein Otter oder in Mülleimern stöbern wie ein Fuchs. Was er dabei erlebt hat und was er für sich erfahren hat, das könnt ihr in seinem tollen Buch lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und wenn Englisch für euch kein Problem ist, dann möchten wir euch noch einen weiteren Text von Charles Foster empfehlen. „If you were an Elephant“ – ein Artikel über die sanften Riesen Elefanten. Und wie intensiv und friedlich sie leben.

Hier geht es zum Elefanten-Artikel!

Wie es wohl wäre, selbst einmal ganz in die Rolle eines Tieres zu schlüpfen?  Und uns Menschen aus der Perspektive – etwa eines Elefanten – zu betrachten?

2016 das heisseste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen

Nun ist es auch offiziell – das neue Jahr beginnt mit der Nachricht, dass 2016 weltweit das heißeste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichungen 1880 ist. Es ist damit das dritte Jahr in Folge, das diesen Temperaturrekord aufgestellt hat.

Die Daten dazu hat gestern die US-Ozeanografie- und -Wetterbehörde NOAA sowie die Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlicht. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Was heißt das in Zahlen? Der weltweite Temperaturdurchschnitt lag laut NOAA 2016 um 0,94 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. 2015 wurde damit um 0,07 Grad übertroffen. Für 2016 errechneten die Wissenschaftler einen Durchschnittswert von 1,1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter.

Das wiederum bedeutet, wir sind nicht mehr weit vom 1,5-Grad-Ziel entfernt, das im Pariser Klimaabkommen als Begrenzung der globalen Erderwärmung festgelegt wurde!

Grund für diese zunehmend schneller werdende Erdwärmung ist der Mensch – das sprechen  die Wissenschaftler aller Länder diesmal noch deutlicher aus. Und das ist auch wichtig. Hat die USA, einer der größten Luftverschmutzer der Welt, doch ab morgen einen Präsidenten, der dies immer noch anzweifelt. Obwohl die negativen Folgen auf der ganzen Welt – Hitzerekorde und Dürren auf der einen Seite,

und Überschwemmungen und Zunahme starker Hurrikane auf der anderen Seite unübersehbar sind.

Die Weltgemeinschaft muss  – wie im Abkommen von Paris festgelegt – gemeinsam und schnell handeln. Denn noch ist es möglich, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen: Indem die Weltwirtschaft die Energiewende von den fossilen Brennstoffen hin zu den erneuerbaren Enegien schafft!

2017 wird ein wichtiges Jahr dafür. Und Du kannst auch etwas dafür tun. Informier Dich, schau, ob es in Deiner Nähe Demonstrationen oder Aktionen für den Klimaschutz gibt. Pflanze mit deinen Freunden Bäume (sie entziehen der Atmosphäre CO2, sind wahre Klimaretter), rede mit Deinen Eltern über eure eigenen Angewohnheiten:  Muss man wirklich in den Urlaub fliegen oder gibt es eine Zugverbindung? Wie viel Fleisch und Wurst soll auf den Tisch?

JEDER hat die Möglichkeit, das Klima zu schützen. Das ist wohl die einzig positive Nachricht angesichts der langen Reihe an Negativ-Hitze-Rekorden in diesen Tagen.

 

Ein Geschenk zu Weihnachten – Schutz der Arktis

Nur noch acht Tage, dann endet 2016 und das neue Jahr beginnt. Sascha und ich möchten uns deshalb heute von euch für dieses Jahr verabschieden und euch allen FROHE WEIHNACHTEN und ein glückliches, gesundes und grünes neues Jahr wünschen!

2016 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Doch dank der Proteste zahlloser Umweltschützer und Umweltorganisationen und dank des Einsatzes  indigener Völker gibt es am Ende des Jahres noch ein Geschenk, das Hoffnung macht: Gemeinsam haben der amerikanische Präsident Obama und der kanadische Premierminister Trudeau diese Woche ein weitreichendes Schutzprogramm auf den Weg gebracht:  Die Förderung von Öl und Gas wird in großen Teilen der Arktis und der Atlantikküste – Hoheitsgebiet der USA und Kanada – bis auf Weiteres ausgesetzt! „Damit schützen wir ein einzigartiges Ökosystem“, erklärte Obama.

Hier findest du mehr dazu:

Wir hoffen, euch haben die Beiträge gefallen und ihr habt hier die ein oder andere interessante Information über die Natur erfahren. Und wenn ihr wollt: Im Januar geht es mit neuen Beiträgen weiter! Bis dahin, eure Tina und Sascha

Giraffen in Not

Sie sind weltweit die  beliebtesten und bekanntesten Tiere überhaupt bei Kindern – und auch noch bei vielen Erwachsenen: die Giraffen. Jeder kennt sie, sie liegen als Stofftiere in Betten und Kinderzimmern, hängen als Postermotive an Wänden und sind in Zoos oder Nationalparks Publikumslieblinge.

Was wissen wir über die echten, die wilden Giraffen? Sie leben  vor allem im Süden und Osten Afrikas. Kein lebendes Säugetier an Land ist höher als sie – bis zu 6 Meter -, sie schlafen nicht länger als 20 Minuten am Tag, verteidigen ihre Kinder mit ihren harten Hufen selbst gegen Löwen, können bis zu 55 km/h laufen, und sie haben das größte Herz aller Landtiere. Es wiegt bis zu 11 kg.

Schließt man die Augen, hat man sofort ihren bedächtig staksigen Gang im Kopf und ihre wunderschöne und auffällige Form und Farbe vor Augen. Und noch etwas war an diesen wilden Tieren bis vor Kurzem besonders: Anders als Elefanten und Nashörner waren Giraffen nicht vom Aussterben  bedroht.

Doch nun hat die Weltnaturschutzorganisation IUCN Alarm geschlagen! Und die Giraffe auf die Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. In den vergangenen 30 Jahren ist die Population  um 40 Prozent kleiner geworden. In Zahlen bedeutet das: 1985 wurden noch rund 163.000 Exemplare gezählt, 2015 nur noch rund 97.000.

Grund für diesen dramatischen Rückgang ist – einmal mehr – der Mensch. Die friedlichen und Pflanzen essenden Tiere haben immer weniger Lebensraum und werden zudem illegal gejagt. Das muss aufhören – sonst ist die Giraffe bald von der Erde für immer verschwunden. Und für uns alle – spätestens eure Kinder – nur noch eine Erinnerung, ein Tier aus Erzählungen.

 

Enagegement lohnt sich! Bauarbeiten für Ölpipeline in USA gestoppt

Monatelang haben Tausende Ureinwohner, vor allem Sioux-Indiander, zusammen mit Umweltaktivisten in North Dakota, USA, gegen den Bau einer Ölpipeline protestiert. Nun hat das United States Army Corps of Engineers den Bau gestoppt und damit dem Schutz des Wassers Vorrang vor Profit gegeben.

Die sogenannte North Dakote Pipeline soll Öl von den zahllosen Frackingbohrstellen im Norden North Dakotas  in den Staat Illinois transportieren – das sind insgesamt fast 1900 Kilometer. Bis auf das fehlende Stück unter dem Lake Oahe am Rande eines Indianerreservats, dessen Bau jetzt angehalten wurde, ist sie fertig.

Gerade diesen See, ein Wasserreservoir des Missouri Rivers, sahen die Ureinwohner und Umweltschützer gefährdet . „Sie [das Unternehmen Energy Transfer Partners] können uns nicht garantieren, dass die Pipeline nicht brechen oder platzen wird. Und sollte ein solcher Unfall passieren, wird das Öl das Wasser, die Böden, die Pflanzen kontaminieren. Alles auf seinem Weg wird sterben“, so einer der örtlichen Sioux-Indianer der Gruppe Standing Rock.

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Auch wenn es erst einmal ein Etappensieg ist, und der künftige Präsident Donald Trump, der sich bereits für den Weiterbau der Pipeline ausgesprochen hat, den Baustopp und die Suche nach alternativen Routen rückkgängig machen kann, so zeigt es dennoch, dass es sich lohnt, gemeinsam für die Natur zu kämpfen. Je mehr Menschen sich für den Schutz der Umwelt einsetzen, desto weniger können sie ignoriert werden.

Und man muss auch nicht vor Ort sein – so haben Shailene Woodley (Foto) und zahllose jugendliche Ureinwohner von North Dakote am 7. August in New York City gegen den Bau der Pipeline protestiert.

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Oder mach es wie der 16-jährige Xiuhtezcatl Martinez, der eine Petition zum Schutz der Journalisten und anderer Menschen gestartet hat, die vor Ort von den Protesten  berichteten und zum Teil verhaftet wurden.

Deine Stimme kann überall gehört werden!

Klimagipfel in Marrakesch hat Klima-Fahrplan beschlossen

Trotz der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA, und seiner im Wahlkampf gemachten Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten …

Trotz des wenig ambitionierten Klimaschutzplans Deutschlands, das nicht erst damit seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verloren hat …

Trotz der großen Lücke, die noch zwischen den eingereichten nationalen Klimazielen und dem großen Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, klafft …

… wurde der 22. weltweite Klimagipfel in Marrakesch ein Erfolg!

Zwei Wochen lang haben die Delegierten  aus 195 Staaten über den Klimaschutz verhandelt.  Darüber, wie die Beschlüsse von Paris auch umgesetzt werden können. Und am Ende steht nun ein Fahrplan genau dafür.  Wie unter anderem auch die Süddeutsche Zeitung berichtete, ließen sich die Teilnehmer des Klimagipfels eben nicht von all den oben genannten Hindernissen entmutigen, sondern sind eben TROTZ oder gerade deswegen näher zusammengerückt.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sprach sogar von einer „neue[n] Entschlossenheit, das Abkommen von Paris umzusetzen.“

Ein besonders Zeichen setzten die von der Klimakrise besonders gefährdeten Staaten – sie kündigten an, in ihren Ländern zukünftig auf 100% Erneuerbare Energien zu setzen.

Ganz im Zeichen von: WE WILL MOVE AHEAD!

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Positiv wurde in Marrakesch auch gewertet, dass China nach dem voraussichtlichen Ausstieg der USA, die zuletzt mit Barack Obama die weltweite Führungsrolle im Klimaschutz eingenommen hatten, diese zu übernehmen.

Doch auch die EU und Deutschland sind in der Pflicht! Viele Umweltschützer fragen sich, ob wir hier wieder zu dem engagierten Klimaschutz früherer Zeiten zurückfinden.

Nun, der nächste Klimagipfel findet – unter Ausrichtung der Fidschi-Inseln – 2017 in Bonn statt. Da wäre es doch perfekt, ein Zeichen zu setzen? Wie hat Marokkos Außenminister Salaheddine Mezouar am Ende des Klimagipfels gesagt (er leitete als Präsident die Verhandlungen von Marrakesch): „Über die vergangenen beiden Wochen haben wir zusammen in die Zukunft geschaut mit einem Bewusstsein für Verantwortung.“

Die Erwachsenen legen gerade das zukünftige Klima fest – das ist Eure Zukunft! Setzt Euch dafür ein!