Ein Geschenk zu Weihnachten – Schutz der Arktis

Nur noch acht Tage, dann endet 2016 und das neue Jahr beginnt. Sascha und ich möchten uns deshalb heute von euch für dieses Jahr verabschieden und euch allen FROHE WEIHNACHTEN und ein glückliches, gesundes und grünes neues Jahr wünschen!

2016 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Doch dank der Proteste zahlloser Umweltschützer und Umweltorganisationen und dank des Einsatzes  indigener Völker gibt es am Ende des Jahres noch ein Geschenk, das Hoffnung macht: Gemeinsam haben der amerikanische Präsident Obama und der kanadische Premierminister Trudeau diese Woche ein weitreichendes Schutzprogramm auf den Weg gebracht:  Die Förderung von Öl und Gas wird in großen Teilen der Arktis und der Atlantikküste – Hoheitsgebiet der USA und Kanada – bis auf Weiteres ausgesetzt! „Damit schützen wir ein einzigartiges Ökosystem“, erklärte Obama.

Hier findest du mehr dazu:

Wir hoffen, euch haben die Beiträge gefallen und ihr habt hier die ein oder andere interessante Information über die Natur erfahren. Und wenn ihr wollt: Im Januar geht es mit neuen Beiträgen weiter! Bis dahin, eure Tina und Sascha

Giraffen in Not

Sie sind weltweit die  beliebtesten und bekanntesten Tiere überhaupt bei Kindern – und auch noch bei vielen Erwachsenen: die Giraffen. Jeder kennt sie, sie liegen als Stofftiere in Betten und Kinderzimmern, hängen als Postermotive an Wänden und sind in Zoos oder Nationalparks Publikumslieblinge.

Was wissen wir über die echten, die wilden Giraffen? Sie leben  vor allem im Süden und Osten Afrikas. Kein lebendes Säugetier an Land ist höher als sie – bis zu 6 Meter -, sie schlafen nicht länger als 20 Minuten am Tag, verteidigen ihre Kinder mit ihren harten Hufen selbst gegen Löwen, können bis zu 55 km/h laufen, und sie haben das größte Herz aller Landtiere. Es wiegt bis zu 11 kg.

Schließt man die Augen, hat man sofort ihren bedächtig staksigen Gang im Kopf und ihre wunderschöne und auffällige Form und Farbe vor Augen. Und noch etwas war an diesen wilden Tieren bis vor Kurzem besonders: Anders als Elefanten und Nashörner waren Giraffen nicht vom Aussterben  bedroht.

Doch nun hat die Weltnaturschutzorganisation IUCN Alarm geschlagen! Und die Giraffe auf die Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. In den vergangenen 30 Jahren ist die Population  um 40 Prozent kleiner geworden. In Zahlen bedeutet das: 1985 wurden noch rund 163.000 Exemplare gezählt, 2015 nur noch rund 97.000.

Grund für diesen dramatischen Rückgang ist – einmal mehr – der Mensch. Die friedlichen und Pflanzen essenden Tiere haben immer weniger Lebensraum und werden zudem illegal gejagt. Das muss aufhören – sonst ist die Giraffe bald von der Erde für immer verschwunden. Und für uns alle – spätestens eure Kinder – nur noch eine Erinnerung, ein Tier aus Erzählungen.

 

Enagegement lohnt sich! Bauarbeiten für Ölpipeline in USA gestoppt

Monatelang haben Tausende Ureinwohner, vor allem Sioux-Indiander, zusammen mit Umweltaktivisten in North Dakota, USA, gegen den Bau einer Ölpipeline protestiert. Nun hat das United States Army Corps of Engineers den Bau gestoppt und damit dem Schutz des Wassers Vorrang vor Profit gegeben.

Die sogenannte North Dakote Pipeline soll Öl von den zahllosen Frackingbohrstellen im Norden North Dakotas  in den Staat Illinois transportieren – das sind insgesamt fast 1900 Kilometer. Bis auf das fehlende Stück unter dem Lake Oahe am Rande eines Indianerreservats, dessen Bau jetzt angehalten wurde, ist sie fertig.

Gerade diesen See, ein Wasserreservoir des Missouri Rivers, sahen die Ureinwohner und Umweltschützer gefährdet . „Sie [das Unternehmen Energy Transfer Partners] können uns nicht garantieren, dass die Pipeline nicht brechen oder platzen wird. Und sollte ein solcher Unfall passieren, wird das Öl das Wasser, die Böden, die Pflanzen kontaminieren. Alles auf seinem Weg wird sterben“, so einer der örtlichen Sioux-Indianer der Gruppe Standing Rock.

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Auch wenn es erst einmal ein Etappensieg ist, und der künftige Präsident Donald Trump, der sich bereits für den Weiterbau der Pipeline ausgesprochen hat, den Baustopp und die Suche nach alternativen Routen rückkgängig machen kann, so zeigt es dennoch, dass es sich lohnt, gemeinsam für die Natur zu kämpfen. Je mehr Menschen sich für den Schutz der Umwelt einsetzen, desto weniger können sie ignoriert werden.

Und man muss auch nicht vor Ort sein – so haben Shailene Woodley (Foto) und zahllose jugendliche Ureinwohner von North Dakote am 7. August in New York City gegen den Bau der Pipeline protestiert.

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Oder mach es wie der 16-jährige Xiuhtezcatl Martinez, der eine Petition zum Schutz der Journalisten und anderer Menschen gestartet hat, die vor Ort von den Protesten  berichteten und zum Teil verhaftet wurden.

Deine Stimme kann überall gehört werden!