Deine Zukunft nach Paris – 2020, 2030, 2050

Heute,  Freitag, den 22. April 2016, wird in New York das Klima-Abkommen von Paris unterzeichnet! Im Dezember hatten sich ja 195 Staaten und die EU (also 196 insgesamt) darauf geeinigt, den weltweiten Temperaturanstieg bis 2100 auf 2 Grad Celsius zu begrenzen (siehe auch die Blog-Einträge dazu).

Das Abkommen ist gültig, wenn mindestens 55 Staaten es nicht nur unterzeichnet, sondern auch völkerrechtlich ratifiziert haben – das heißt, es zum Beispiel durch einen Parlamentsbeschluss umgesetzt haben. Und es müssen mindestens 55 Prozent des weltweiten Treibhausgasausstoßes von diesen Staaten repräsentiert werden.  Ohne China, die USA, der EU, Indien und Russland wird es am Ende also kaum gehen. Zum Glück werden China, die USA und Deutschland heute schon unterschreiben!

Für Deutschland bedeutet das Paris-Abkommen übrigens, dass bis 2050 der Ausstoß an Treibhausgasen um 80 bis 95 Prozent sinken muss. Da ist noch ein langer Weg hin, denn bisher sind es nur 27 Prozent erreicht …

UND WAS HAT DAS MIT DIR ZU TUN?

Schaut euch mal die folgende Folie an, die Sascha und ich vorbereitet haben:

Planet-Leipzig

 

 

 

 

 

 

 

Als das Abkommen verhandelt wurde, warst du vielleicht 12 oder 14 Jahre alt. Ab 2020, also wenn du 17 bis 19 Jahre alt bist, dann beginnen die Maßnahmen. Wenn du ein junger Erwachsener bist und mitten im Leben stehst, 2030, mit 27 bis 29 Jahren, dann muss weltweit der Ausstoß der Treibhausgase schon um mindestens die Hälfte reduziert worden sein (in Deutschland noch viel mehr, siehe oben!) , damit das Ziel – die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen – überhaupt erreicht werden kann.

All diese Maßnahmen müssen also nicht nur schnell umgesetzt werden. Sie werden auch die Welt von heute UMFASSEND verändern. Weg von den fossilen Energien, und hin zu 100 Prozent erneuerbarer Energien.

Das wird nicht einfach werden, und die Politik wird es auch nicht ohne die Menschen schaffen. Und DU, IHR, seid mitten drinnen in dieser wichtigen und besonderen Zeit.

Mitmachen lohnt sich – nicht nur, weil es um die Erde, unser Zuhause, geht, sondern weil es DEINE, EURE Zeit ist.

Es geht immer schneller: Klimwandel bedroht das australische Great Barrier Reef

Forscher schlagen Alarm! Das Great Barrier Reef  leidet noch weitaus stärker unter dem Wetterphänomen El Niño und dem Klimawandel, als bisher angenommen. Über 90 Prozent der Korallenbänke seien inzwischen betroffen, berichteten Wissenschaftler.  Noch vor einem Monat war von bis zu 50 Prozent die Rede.

„In diesem Ausmaß haben wir so etwas noch nie erlebt“, sagte der australische Meeresbiologe Terry Hughes in der Süddeutschen Zeitung.  Er und viele andere Forscher machen sich große Sorgen um das vor der Küste Australiens liegende Korallenriff, das zum Unesco Weltnaturerbe gehört und als die größte von Lebewesen geschaffene Struktur der Welt gilt.

Warum ist das so? Wenn die Wassertemperatur über längere Zeit zu hoch ist, geben die Algen, die die Korallen eigentlich mit Nährstoffen versorgen, Gifte ab. Worauf die Korallen sie abstoßen, ihre Farbe verlieren und weiß werden – das ist die so genannte „Korallenbleiche“. Wenn überhaupt keine Algen mehr vorhanden sind, sterben die Korallen, die zu den Nesseltieren gehören.

ARCHIV - Korallen am Great Barrier Reef, die von Korallenbleiche betroffen sind, vor der Küste von Cairns, Australien, aufgenommen am 26.10.2014. Foto: Daniel Naupold/dpa (Zu dpa "93 Prozent des Great Barrier Reef von Korallenbleiche betroffen") +++(c) dpa - Bildfunk+++
Korallenbleiche

Das Wetterphänomen El Niño taucht immer wieder auf.  Doch aufgrund des Klimawandels ist diesmal die Wassertemperatur im Pazifik zeitweise auf 33 Grad angestiegen. Zu warm für die Korallenriffe.

Und noch mehr Informationen zum Korallensterben

Da ist es nur eine kleine gute Neuigkeit, dass die USA und China sich darauf verständigt haben, den Weltklimavertrag von Paris schon morgen, am 22. April 2016, zu unterzeichnen.