Nur noch 4 Wochen bis zur UN-Klimakonferenz in Paris – Es geht um deine Zukunft!

2 Grad oder mehr? Das ist die alles entscheidende Frage, über die ab dem 30. November 2015 in Paris gesprochen, diskutiert und gestritten  wird. Und es ist die Frage, die die Zukunft von uns allen betreffen wird. Denn gelingt es den Politikern aus mehr als 190 Nationen diesmal nicht, bis zum 11. Dezember 2015 verpflichtende Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2 Grad gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu treffen, dann wird es  schon sehr bald sehr ungemütlich auf der Erde.

Damit ihr mitreden, mitdiskutieren und vielleicht auch mitstreiten könnt, werden Sascha und ich euch ab heute hier in diesem Blog alle wichtigen Fakten, Informationen und Geschichten rund um den Klimagipfel vorstellen.

Denn egal,  wie groß der IRRSINN ist (und er ist im Fall der weltweiten Erderwärmung wirklich riesig!) – es gibt immer auch IDEEN dagegen!

Hier schon einmal die offizielle Info-Grafik mit den Hauptinformationen zur Klimakonferenz  (auf englisch) in Paris, auch COP21/CMP11 genannt:

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Gute Idee – Tiere gut behandeln!

Es ist nun zwar schon ein wenig her, fünf Tage, um genau zu sein, aber das Bild lässt mich nicht los. Am Wochenende,  beim draußen rumlaufen, bin ich an einem riesigen Feld vorbeigekommen: Wiese, Sonnenblumen, ein paar Stauden – und dazwischen zwei Wollschweinmütter und ihre zehn Wollferkel.


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Mit welcher Freude und welchem Spaß vor allem die kleinen Schweinchen über die Wiese gewetzt sind, gespielt und gefuttert haben. Das ist so, wie Marie es in ihren IDEEN gezeichnet und geschrieben hat: Wovon träumst du? – Von Tieren, die glücklich machen, einfach weil sie da sind!

Der Hof, auf dem diese Schweinefamilien leben, ist ein Naturland- und Slow Food-Betrieb. Das heißt, hier dürfen die Tiere ein möglichst ihrer Natur entsprechendes, artgerechtes Leben führen, hier wird auf die Böden und auf das Grundwasser geachtet, hier wird regional verkauft und fair gehandelt.

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Was für ein Unterschied, vor allem in der Lebensweise, zu den Schweinefabriken anderswo.

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Auch wenn das Fleisch laut Test kaum anders schmeckt als das ökologisch erzeugte – so ist doch auf den ersten Blick ersichtlich, was gut ist oder nicht. Oder nicht?

Willst du mehr über Slow Food wissen? Klicke hier.

 

So schön, so wild – die Wildlife Fotografien des Jahres 2015!

Sie sind gekürt, die schönsten und besten Wildlife Fotografien des Jahres 2015.

Ob „A Tale of two foxes“ (dt. Die Geschichte zweier Füchse), der Gesamtgewinn, oder das fantastische Bild von Ondrej Pelánek aus Tschechien, der in der Kategorie der 11-14-Jährigen gewonnen hat – diese Bilder fangen einmalig den Zauber der Tierwelt ein. Und einmal mehr sieht und fühlt man, was es zu schützen gilt!

Hier findest du die Gewinner in den einzelnen Kategorien.

Am 29. November geht die Welt gegen den Klimawandel auf die Strasse – du auch?

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Am 29. November 2015 und damit einen Tag, bevor die Staatschefs der Welt in Paris zum wichtigsten Klimagipfel dieses Jahrzehnts zusammenkommen, kannst auch du ein Zeichen setzen. Denn an diesem Tag findet der „Global Climate March“ statt.  Das heißt, weltweit gehen die Menschen für ihren Planeten und gegen den Irrsinn auf die Straße. Letztes Jahr waren das mehr als 700.000!

Die eine Million müsste doch zu schaffen sein, oder? Bisher sind rund um den Globus schon Tausende Städte zusammenkommen. Marschiere mit, oder organisiere selbst einen Lauf, wenn es diesen in deiner Stadt, in deinem Ort noch nicht gibt. Denn jeder kann mitmachen.

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Zeig den Erwachsenen und vor allem den Politikern, dass es Zeit wird für eine sicherere Welt mit erneuerbarer Energie!

Mehr über den „Global Climate March“ hier.

Und auf Englisch …

Und hier kannst du nachsehen, ob es in deiner Nähe schon einen Klimamarsch gibt.

 

 

In 15 Jahren eine andere Welt? Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

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Vielleicht bist auch du in  den letzten Tagen immer wieder über die so genannte „2030-Agenda“ gestolpert. Ob in den Nachrichten, im Radio oder im Internet: Der UN-Gipfel zum Thema „Weltweite nachhaltige Entwicklung“  war in aller Munde! Doch worum ging es da eigentlich genau und was hat das mit der Umwelt zu tun?

Am 25. September haben sich in New York 193 Ländern, darunter auch Deutschland, zu außerordentlich schwierigen und hehren Zielen bekannt: Bis zum Jahre 2030 wollen sie extreme Armut beenden, Ungleichheit und Ungerechtigkeit bekämpfen und den Klimawandel regulieren! Weltweit, für alle Länder.  Um das in 15 Jahren zu erreichen, wurden 17 Einzelziele (engl. Global Goals –alle 17 Global Goals hier) festgelegt.

Die 2030-Agenda ist damit nicht nur eine Art Weltzukunftsvertrag – erstmals werden Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit in einer Agenda zusammengeführt! Denn ein Leben in Würde für alle Menschen ist ohne den Schutz der Umwelt unmöglich.

Natürlich sind es nur „Zielvorgaben“, also keine bindenden Vorgaben – aber noch nie haben sich so viele Staaten verpflichtet, aktiv daran zu arbeiten, dass die Situation der Menschen und der Umwelt sich in den nächsten 15 Jahren in so vielen wichtigen Bereichen verbessert.

Schon finden sich Stimmen im Internet, die den Abschied vom „Amerikanischen Traum“ fürchten. Aber lieber ein Traum für alle, oder?

Mehr Informationen zu 2030 hier.

Der Kleider- und Lederirrsinn – Dokumentation 37 Grad zeigt das Leben von Näherinnen und Gerbern in Bangladesch

Dass die Armut und die Lebensbedingungen von Näherinnen und Nähern, Gerberinnen und Gerbern in Bangladesch himmelschreiend ungerecht sind, davon wissen wir alle spätestens seit den schrecklichen Unglücksfällen in Bangladesch. 1127 Menschen starben allein im April 2013 beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaze, die tags zuvor von den Behörden geschlossen wurde, da Risse entdeckt worden waren. Dennoch befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe mehr als 3000 Menschen in dem Gebäude – sie waren von den Fabrikbetreibern gezwungen worden, ihre Arbeit aufzunehmen. Es galt schließlich, Aufträge für Firmen wie KiK, C&A, Mango  oder Primark abzuarbeiten.

Doch wer denkt, dass sich die Bedingungen für die 4 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustrie in Bangladesch seither grundlegend verändert haben, irrt sich. Nach wie vor müssen die Menschen oft sieben Tage die Woche bis zu 14 Stunden arbeiten. Mit einem Stundenlohn, der im Cent-Bereich liegt!

All das und mehr zeigt die Dokumentation „Gesichter der Armut – Leben mit ein paar Cent“, die vor Kurzem im Rahmen der  37-Grad-Reihe im ZDF lief.

Es geht nicht darum, diese Fabriken allesamt zu schließen und so den Menschen die dringend benötigten Arbeitsplätze zu nehmen, oder gar keine Kleidung mehr zu kaufen, die in Bangladesch hergestellt wird. Aber nur wer sich dem IRRSINN stellt, sich informiert, kann etwas dafür tun, dass zu  menschlichen, fairen und vor allem nicht lebensbedrohlichen Bedingungen produziert wird! Damit die Frauen und Männer, die Kinder und Jugendlichen endlich vom Lohn ihrer Arbeit würdig leben können.

Es tut weh hinzuschauen. Doch Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Abnehmer von Kleidung, die in Bangladesch hergestellt wird.

Hier geht es zum Filmbeitrag: