Maries Irrsinn: Tiere

„Wir Menschen entscheiden, was mit den Tieren geschieht.“

Auch wenn Marie nichts sagt, sondern lieber zeichnet – in einem sind sie und Lina sich auch ohne Worte einig: Wieso entscheiden eigentlich die Menschen darüber, was mit den Tieren geschieht?

Wieso töten und essen wir die einen und nennen sie Nutztiere? Verbannen andere als Wildtiere in Zoos und Gehege oder lassen sie ganz aussterben? Machen mit einigen Experimente und überschütten andere, unsere Haustiere, mit Liebe und Geld? Das ist doch seltsam.

Gibt es denn Gründe und Unterschiede, die das rechtfertigen? Außer den üblichen, die prompt Jan vorbringt: dass Menschen nun mal Fleischfresser und überhaupt die Entscheider auf dem Planeten sind. Maries Irrsinn: Tiere weiterlesen

Antons Irrsinn: Die einzigartige Erde

„… als glauben die Menschen, sie können einfach zu einer zweiten Erde fliegen, wenn sie die erste kaputtgemacht haben.“

So etwas wie die Erde gibt es nur ganz selten im Weltraum. Ja, vielleicht ist sie sogar einzigartig. Davon ist Anton überzeugt, seit er das erste Mal das Bild sah, das die Besatzung der Apollo 17-Mission vor über 40 Jahren auf ihrem Flug zum Mond von der Erde gemacht hatte. 45.000 Kilometer lagen da zwischen den Astronauten und ihrem Heimatplaneten, der wie eine kleine blaue Murmel, nur umhüllt von einer dünnen Luftschicht und Wolken, durch das schwarze All sauste. Obwohl seit dieser Zeit zahllose andere Planeten entdeckt wurden, stießen Astronauten oder unbemannte Raumsonden nie mehr auf einen der Erde ebenbürtigen. Antons Irrsinn: Die einzigartige Erde weiterlesen

Pauls Irrsinn: Greenwashing

„Sogar widerliche Ölkonzerne und Billigsupermärkte werben neuerdings mit Nachhaltigkeit.“

Paul kocht vor Wut! Die Umwelt geht den Bach runter und all jene, die in den letzten Jahren daran verdient haben – Energieriesen, Billigsupermärkte, die Großindustrie oder Agrar-Konzerne – sprechen plötzlich von „Nachhaltigkeit“. Ein Ölkonzern wollte bis vor Kurzem gegen den Widerstand von Umweltorganisationen, Wissenschaftlern und Hunderttausenden Menschen weltweit in der Arktis bohren, und zugleich trägt er zur „nachhaltigen Entwicklung“ bei?

Grundsätzlich hat Paul ja nichts gegen Nachhaltigkeit. Wenn es ernst gemeint ist, könnte nachhaltiges Handeln das Ruder vielleicht sogar noch rumreißen. Doch was bedeutet dieser Begriff eigentlich?

  • „Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt.“
  • „Verbrauche nicht mehr, als du zurückgeben kannst.“
  • „Gehe mit den Ressourcen der Welt so um, dass auch nachfolgende Generationen gut leben können.“
  • „Handle und lebe sozial, fair und umweltschonend.“

All das sind Definitionen und Aussagen, die im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, nachhaltiger Entwicklung oder Sustainable Development genannt werden. Mal geht es dabei um Umwelt, mal um Politik und Gesellschaft, mal um Wirtschaft. Pauls Irrsinn: Greenwashing weiterlesen

Antons Irrsinn: Das Zeitalter des Menschen

„Wieso machen?“, fragte Jan. „Wir machen doch nichts mit der Erde. Wir leben einfach auf ihr.“

Jan ist ratlos. Was meint Anton damit, dass die Menschen etwas mit der Erde machen, und das dann auch noch falsch? Die Erde ist schließlich groß und die Menschen klein. Wir leben einfach nur mit und auf ihr. Wir können sie gar nicht kaputtmachen, oder?

Hätten Anton und die anderen Jugendlichen noch in der Zeit vor 1800 gelebt, oder vielleicht sogar noch Mitte des letzten Jahrhunderts, sie hätten Jan zugestimmt. Damals gab es nicht nur ein Bruchteil der Menschen von heute, sie standen auch in einem völlig anderen Verhältnis zur Natur. Natur war zumeist Wildnis, eine Naturgewalt. Sie bot dem Menschen zwar alles Notwendige zum Leben, man musste sich aber auch vor ihr schützen.

Anton, Jan, Lina, Marie, Emma und Paul sind aber 2000er. Teil jener Generation von Jugendlichen, manchmal auch Millenials genannt, die mitten hineingeboren wurden in eine Zeit, in der sich das Verhältnis umgedreht hat: Inzwischen benötigt die Erde und die Natur Schutz vor dem Menschen, der selbst zur Naturgewalt wurde.

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Linas Irrsinn: Zu viel Wachstum

„Warum konnten die Menschen einfach nur so weitermachen?“

Lina kann nicht glauben, dass nach wie vor zahllose Politiker fordern, die Wirtschaft muss wachsen, wachsen, wachsen. Nur dann geht es den Menschen gut – sagen sie. Doch warum ist das dann nicht der Fall, obwohl doch immer mehr Länder weltweit das westliche kapitalistische und auf Wachstum beruhende Wirtschaftsystem übernehmen? Warum werden nur wenige Menschen immer reicher? Viele dagegen ärmer? Und warum geht es vor allem der Umwelt immer schlechter? Das Klima ist außer Kontrolle, die Ozeane sind leergefischt, die letzten Wälder werden für Landgewinnung gerodet und Rohstoffe gehen zur Neige.

Das hat nichts miteinander zu tun, behaupten jene Erwachsene, Politiker und Konzernchefs, die vom Wirtschaftswachstum profitieren. Das stimmt nicht! Vielmehr ist das Gegenteil der Fall, was herausgefunden wurde, als alle menschlichen Aktivitäten seit Beginn der industriellen Revolution bis heute untersucht wurden. Damals begannen die Menschen, in großem Stil fossile Brennstoffe zu verwenden. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1950, fing das an, was man die „Große Beschleunigung“ (engl. Great Acceleration) nennt. Plötzlich machten alle Wachstumskurven – die der menschlichen Aktivitäten und die der natürlichen Erdsysteme – einen Knick nach oben und steigen seitdem fast ungebremst an: mehr Autos, mehr Handys, mehr Flugreisen bedeuten zugleich immer auch mehr Müll, mehr CO2-Ausstoß, mehr Artensterben. Linas Irrsinn: Zu viel Wachstum weiterlesen

Emmas Irrsinn: Ökosiegel

„Das kann doch keiner genau überprüfen, wo was herkommt und wie was produziert wird.“

Emma ist unzufrieden. Wieder einmal hat ihr „Öko-Diktatorin“ Lina erklärt, dass sie, Emma, mit ihren Kaufentscheidungen direkt dazu beiträgt, dass die Umwelt sich verschlechtert und Menschen ausgebeutet werden.

Echt jetzt? Weder kippt sie Gift in den Abguss, noch stellt sie einer Näherin das Bein. Was Emma allerdings wirklich gern und ausgiebig tut, ist shoppen. In ihrem Schrank liegen ziemlich viele Oberteile. Und ziemlich viele Hosen und Kleider. Schuhe und Jacken hat sie eigentlich auch genug … Nicht, dass sie Unmengen von Taschengeld bekommt. Aber sie kennt eben genau die Läden, in denen man coole Klamotten günstig kaufen kann.

Wo all das Zeug ursprünglich herkommt, woraus es genau besteht – keine Ahnung. Sie sieht ja nur das Endprodukt im Laden und zumeist junge, nette Verkäufer an der Kasse. Und überhaupt, das kann einem doch eh keiner sagen, oder? Emmas Irrsinn: Ökosiegel weiterlesen

Jans Irrsinn: Geo-Engineering

„Vielleicht können wir eine Maschine erfinden, die die Erde ordentlich sauber macht?“

Wenn die Menschen die Umwelt kaputt machen, dann müsssen sie diese eben wieder reparieren. Das ist Jans Meinung. Wie wäre es etwa mit einer „Planetenputze“, die den ganzen menschengemachten Müll einsaugt und vor allem die Erderwärmung stoppt? Bisher ist uns doch immer was eingefallen, dann wird das doch auch jetzt klappen, oder?

Und so ist Jan auch begeistert, dass in den letzten Jahren immer mehr über genau solche Maßnahmen, die Welt mithilfe von Technik „zu putzen“, gesprochen wird: Geo-Engineering will direkt in die Abläufe der Natur eingreifen, um das Klimaproblem in den Griff zu bekommen.

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Keine Ausreden mehr! 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 sind laut Greenpeace-Studie machbar

Heute eine Nachricht aus der Ecke IDEEN: Vor drei Tagen und damit rechtzeitig vor der UN-Klimakonferenz in Paris, auf der im Dezember die Regierungschefs der Welt über die notwendigen Schritte im Kampf gegen den Klimawandel sprechen – und streiten -, legte Greenpeace einen Report vor, der sagt, dass 100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 möglich sind!

Damit ist „Energy [R]evolution“ die erste Studie, die nicht nur aufzeigt, dass die weltweite Umstellung von Kohle, Gas, Öl und Atomenergie auf Erneuerbaren Energien bis 2050 technisch machbar ist. Greenpeace und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das an der Studie mitgewirkt hat, legen erstmals auch ein Konzept vor.

Ja, die Kosten für diese globale Energiewende werden zunächst riesig sein, aber die Einsparungen am Ende höher. Und ja, es wird große Umbrüche geben, Arbeitsplätze gehen zunächst verloren, aber am Ende wird die saubere Stromerzeugung laut Greenpeace-Report bis 2050 weltweit 20 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.

Es gibt – ab sofort – also weder technische noch wirtschaftliche Gründe gegen die weltweite Energiewende und das damit verbundenen 2-Grad-Ziel. Es muss nur gewollt, politisch entschieden und dann umgesetzt werden!

Willst du mehr wissen? Hier geht es direkt zu Greenpeace:

IDEEN GEGEN DEN IRRSINN STARTET … JETZT!

Hi, und willkommen auf unserem Irrsinns- und Ideen-Blog. Ab heute findest du hier Neuigkeiten, Termine und Notizen rund um die aktuellen Umweltdebatten. Ob das Infos zur anstehenden UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 sind, neueste Zahlen zu den Themen Artensterben, Klimawandel, Überdüngung usw.  oder ob wir euch ein cooles Projekt vorstellen, das diese Probleme kreativ angeht – hier geht es ausschließlich um deinen Planeten, die Erde.

Es ist dein PlanetVielleicht hast du unser Buch „Es ist dein Planet“ schon gelesen und weißt, über welche Irrsinne und Ideen Jan, Lina, Anton, Emma, Paul und Marie gesprochen haben. Falls nicht, hol es nach. Oder schreib uns auch so deine Meinung darüber, wie du und deine Generation mit neuen Ideen, neuen Gedanken und neuen Geschichten die Welt zu eurer machen könnt! Wir freuen uns auf jeden Fall über jeden Irrsinn und jede Idee …

Eure Tina und Sascha