Enagegement lohnt sich! Bauarbeiten für Ölpipeline in USA gestoppt

Monatelang haben Tausende Ureinwohner, vor allem Sioux-Indiander, zusammen mit Umweltaktivisten in North Dakota, USA, gegen den Bau einer Ölpipeline protestiert. Nun hat das United States Army Corps of Engineers den Bau gestoppt und damit dem Schutz des Wassers Vorrang vor Profit gegeben.

Die sogenannte North Dakote Pipeline soll Öl von den zahllosen Frackingbohrstellen im Norden North Dakotas  in den Staat Illinois transportieren – das sind insgesamt fast 1900 Kilometer. Bis auf das fehlende Stück unter dem Lake Oahe am Rande eines Indianerreservats, dessen Bau jetzt angehalten wurde, ist sie fertig.

Gerade diesen See, ein Wasserreservoir des Missouri Rivers, sahen die Ureinwohner und Umweltschützer gefährdet . „Sie [das Unternehmen Energy Transfer Partners] können uns nicht garantieren, dass die Pipeline nicht brechen oder platzen wird. Und sollte ein solcher Unfall passieren, wird das Öl das Wasser, die Böden, die Pflanzen kontaminieren. Alles auf seinem Weg wird sterben“, so einer der örtlichen Sioux-Indianer der Gruppe Standing Rock.

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Auch wenn es erst einmal ein Etappensieg ist, und der künftige Präsident Donald Trump, der sich bereits für den Weiterbau der Pipeline ausgesprochen hat, den Baustopp und die Suche nach alternativen Routen rückkgängig machen kann, so zeigt es dennoch, dass es sich lohnt, gemeinsam für die Natur zu kämpfen. Je mehr Menschen sich für den Schutz der Umwelt einsetzen, desto weniger können sie ignoriert werden.

Und man muss auch nicht vor Ort sein – so haben Shailene Woodley (Foto) und zahllose jugendliche Ureinwohner von North Dakote am 7. August in New York City gegen den Bau der Pipeline protestiert.

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Oder mach es wie der 16-jährige Xiuhtezcatl Martinez, der eine Petition zum Schutz der Journalisten und anderer Menschen gestartet hat, die vor Ort von den Protesten  berichteten und zum Teil verhaftet wurden.

Deine Stimme kann überall gehört werden!

Klimagipfel in Marrakesch hat Klima-Fahrplan beschlossen

Trotz der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA, und seiner im Wahlkampf gemachten Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten …

Trotz des wenig ambitionierten Klimaschutzplans Deutschlands, das nicht erst damit seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verloren hat …

Trotz der großen Lücke, die noch zwischen den eingereichten nationalen Klimazielen und dem großen Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, klafft …

… wurde der 22. weltweite Klimagipfel in Marrakesch ein Erfolg!

Zwei Wochen lang haben die Delegierten  aus 195 Staaten über den Klimaschutz verhandelt.  Darüber, wie die Beschlüsse von Paris auch umgesetzt werden können. Und am Ende steht nun ein Fahrplan genau dafür.  Wie unter anderem auch die Süddeutsche Zeitung berichtete, ließen sich die Teilnehmer des Klimagipfels eben nicht von all den oben genannten Hindernissen entmutigen, sondern sind eben TROTZ oder gerade deswegen näher zusammengerückt.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sprach sogar von einer „neue[n] Entschlossenheit, das Abkommen von Paris umzusetzen.“

Ein besonders Zeichen setzten die von der Klimakrise besonders gefährdeten Staaten – sie kündigten an, in ihren Ländern zukünftig auf 100% Erneuerbare Energien zu setzen.

Ganz im Zeichen von: WE WILL MOVE AHEAD!

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Positiv wurde in Marrakesch auch gewertet, dass China nach dem voraussichtlichen Ausstieg der USA, die zuletzt mit Barack Obama die weltweite Führungsrolle im Klimaschutz eingenommen hatten, diese zu übernehmen.

Doch auch die EU und Deutschland sind in der Pflicht! Viele Umweltschützer fragen sich, ob wir hier wieder zu dem engagierten Klimaschutz früherer Zeiten zurückfinden.

Nun, der nächste Klimagipfel findet – unter Ausrichtung der Fidschi-Inseln – 2017 in Bonn statt. Da wäre es doch perfekt, ein Zeichen zu setzen? Wie hat Marokkos Außenminister Salaheddine Mezouar am Ende des Klimagipfels gesagt (er leitete als Präsident die Verhandlungen von Marrakesch): „Über die vergangenen beiden Wochen haben wir zusammen in die Zukunft geschaut mit einem Bewusstsein für Verantwortung.“

Die Erwachsenen legen gerade das zukünftige Klima fest – das ist Eure Zukunft! Setzt Euch dafür ein!

COP 22 – Klimakonferenz in Marrakesch hat begonnen

Seit Montag, den 7. November, findet in Marrakesch der 22.  UN-Weltklimagipfel statt. Vor etwa einem Jahr – am 12. Dezember 2015  – endete in Paris die Vorgängerkonferenz mit einem als historisch gefeierten Klimaabkommen, in dem 197 Länder beschlossen, die Erderwärmung auf unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen.

In Marrakesch geht es nun zwei Wochen lang darum, wie dieses Ziel in konkrete Schritte und Zeitpläne umgesetzt werden kann.  Es ist die Zeit des Handelns.

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Doch wie mühsam der Weg hin zu wirklichen und spürbaren CO2-Einsparungen ist, das beweist gerade die deutsche Politik. Eigentlich wollte Bundesumweltminsterin Hendricks mit einem ambitionierten deutschen Klimaplan, dem „Klimaschutzplan 2050“, nach Marokko fahren. Doch Bundeswirtschaftsminister Gabriel blockierte letzte Nacht in letzter Sekunde den Plan. Warum, das wird er wohl noch erklären. Wie sagt schon Paul in ES IST DEIN PLANET: Die Zerstörung der Umwelt bringt Konzernen, Firmen und Wirtschaftsbossen viel Geld ein.  So lange das so ist, hat die Natur das Nachsehen.

Doch auch die Nachricht,  dass Donald Trump der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden wird, kann dem Pariser Klimaabkommen schaden. Im Wahlkampf hatte Trump den Klimawandel als „Schwindel“ bezeichnet und versprochen, aus dem Abkommen auszutreten.  Das würde den Klimavertrag und damit auch die Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad gefährden. Denn falls sich die USA aus dem Klima-Deal zurückziehen würden, ist nicht klar, wie es mit der gesamten Vereinbarung weitergeht.

Was passiert: Wir informieren euch hier!

 

NASA warnt: 2016 wird wohl heißestes Jahr

Wie die NASA vor zwei Tagen bekannt gab, wird 2016 mit großer Wahrscheinlichkeit das heißeste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnung vor 136 Jahren.  Allein der September lag um 0,91 Grad über der globalen Durchschnittstemperatur des Monats.

Der Klimawandel schreitet also zügig voran – und zeigt sich in einem traurigen Rekord nach dem anderen: Jahrhunderthurrikan „Matthew“ in Haiti, Supertaifun „Haima“ über den Philippinen, Äthiopien litt im Sommer unter der schwersten Dürre seit 50 Jahren und und und.

Umso wichtiger- und auch schöner –  ist deshalb die Nachricht, dass das Klimaabkommen von Paris, das den weltweiten Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2 Grad begrenzen will, bereits am 4. November 2016 in Kraft treten kann! Schneller als gedacht haben 72 Staaten unterzeichnet, die für 57 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich sind.

Damit es in Zukunft endlich wieder gute Nachrichten vom Klima gibt.

Drei Tage Zukunft an Münchner Schule

„Unsere Zukunft beginnt jetzt! Was wir Gutes für Natur und Umwelt tun können“ – so hieß der dreitägige Workshop, den Sascha und ich letzte Woche an einer Münchner Realschule veranstaltet haben.

Und die elf Jugendlichen hatten gute Ideen! Zuerst haben wir über die Umwelt und die Zukunft gesprochen – und darüber, was sie mit euch, den nach 2000-Geborenen zu tun hat. Und wieso die Zukunftsfragen so eng mit den Umweltfragen verbunden sind.

Dann waren wir in der „Anthropozän“-Ausstellung im Deutschen Museum. Hier kann man nämlich mehr als nur eine Idee finden, wie die gute Zukunft aussehen könnte.

Aber das Wichtigste war: Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen unserer Zukunftswerkstatt ihre eigene Schule der Zukunft gebaut!  Eine Schule, die all die wichtigen Umweltfragen berücksichtigt: eine Schule voller Pflanzen – drinnen und draußen, eine Schule, die essbar ist, die aus recyceltem Baumaterial gebaut ist, die grüne Energie nutzt. Eine Schule,  in der Müll vermieden und recycelt wird – und in der es Tiere gibt: von Bienen und Kühen auf grünen Dächern bis hin zum Schwimmteich mit Fischen.

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Und weil eine Schule der Zukunft weiß, dass ohne Wissen und Zeit für die Natur keine Ideen und Veränderungen geschehen können, haben wir zusammen auch einen Stundenplan der Zukunft erstellt.  Dort gibt es dann Fächer wie Weltkunde, Andere Lebewesen, Obst und Gemüse anbauen, Virtuelle Reisen, die Zukunft …

Sascha und ich hatten auf jeden Fall eine schöne und wilde und kreative Zeit mit unseren Workshop-Kindern. Danke!

Der Earth Overshoot Day war dieses Jahr schon am 8. August!

Hm, wirst du Dich vielleicht fragen, was ist denn dieser Earth Overshoot Day und warum soll ich mir darüber Gedanken machen?

Dieser Tag – auch „Erdüberlastungstag“ genannt – markiert den Zeitpunkt, an dem wir Menschen alle uns für ein Jahr zur Verfügung stehenden, natürlichen Ressourcen verbraucht haben.

Das heißt auch, dass wir seit dem 8. August,  also heute schon seit 17 Tagen,  mehr verbrauchen, als sich in einem Jahr wieder natürlich regenerieren kann.  An jedem einzelnen dieser 17 Tage ist ein Teil der Erde „verloren“ gegangen.

1993 fiel der Earth Overshoot Day übrigens noch  auf den 21. Oktober. Im Jahr 2003 auf den 22. September. Letztes Jahr war es der 13. August – vier Tage später als 2016.  Damit  ist der Trend eindeutig.

Was also tun? Bestimmt hast auch Du viele gute Ideen, um den eigenen Ressourcenverbrauch, den Deiner Eltern, Deiner Schule oder Deiner Nachbarschaft zu verkleinern.  Damit wir alle gemeinsam diesen Trend, die Erde wie eine Zitrone auszupressen oder wie einen Apfel anzuknabbern, stoppen und umkehren!

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In den Ferien ab in die Wildnis!

Wo können Otter in Ruhe planschen? Wo dösen Luchse in der Sonne? Und wo erlebst Du wilde, unberührte Natur? All das gibt es nicht nur in den riesigen Nationalparks in den USA oder in den letzten Regenwäldern Brasiliens oder Asiens.  Auch in deiner Nähe gibt es noch Wildnis!

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Also, wenn Du noch keine Ferienpläne hast und Natur und Tiere liebst, dann ab in die Wildnis mit Dir! Denn auch wenn von Deutschlands Gesamtfläche nur unter 1 Prozent Wildnis sind, so sind genau diese knapp 1 Prozent eine Reise wert.

Ob du mit deinen Eltern oder Freuden in die Eifel, in den Bayerischen Wald, die Sächsische Schweiz oder nach Jüterbog fährst (am besten mit dem Zug!) – in all diesen Orten findest du etwas ganz Besonderes: Hier und nur hier darf die Natur machen, was sie will.

Hier findest du alle Wildnis-Gebiete Deutschlands

Noch nie war ein Juni so heiss

Wie die amerikanische NASA gerade veröffentlichte, war dieser Juni der heißeste Monat, der seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 je gemessen wurde. In Zahlen bedeutet das, dass der diesjährige Juni 0,9 Grad heißer war als jeder Juni zuvor.

Zudem ist der Juni der VIERZEHNTE Monat in Folge, der den Temperaturrekord bricht.  Zuvor war schon der Mai der heißeste Mai aller Zeiten gewesen, zuvor der April, der März usw.  Eine solche Negativrekordserie gab es seit 137 Jahren nicht mehr.

Diese Rekordtemperaturen haben nicht nur negative Auswirkungen etwa für die Straßen – wo es zu spontanen Blow-ups kommen kann (Bild oben), was außerordentlich gefährlich für Autofahrer ist. Die Hitze macht vor allem auch der Arktis schwer zu schaffen, die ihren eigenen Juni-Rekord „feiert“: Noch nie war sie so eisfrei wie jetzt, wie die NASA mit eindrucksvollen Luftaufnahmen zeigt.

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Für die Forscher sind für diese Rekordtemperaturen nicht nur das Wetterphänomens El Niño verantwortlich, sondern definitiv auch der Klimawandel.

Die Wildkatze kehrt nach Deutschland zurück!

Jahrzehntelang galt die europäische Wildkatze als ausgerottet, nun ist dieses scheue und seltene Tier in einige Gebiete Deutschlands zurückgekehrt!

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Ursprünglich waren Wildkatzen in Deutschland weit verbreitet. Felis silvestris, so der lateinische Name, gibt es seit mindestens 300.000 Jahren. Sie strich schon durch unsere Wälder, lange bevor die Hauskatze, die von der nubischen Falbkatze abstammt, mit den Römern nach Deutschland kam.

Doch dann nahm ihr der Mensch den Lebensraum und machte so lange Jagd auf sie, bis sie als ausgestorben galt. Dank einer Reihe von Schutz- und Fördermaßnahmen kehrte die Wildkatze langsam zurück in unsere Wälder.

Was alle Naturschützer und Wildkatzen-Freunde besonders freut: Nach einer Studie der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung sind sie inzwischen sogar weiter verbreitet als gedacht! Im Hauptverbreitungsgebiet von Nordbayern über Hessen bis Südniedersachsen sowie von Eifel, Hunsrück und Pfälzerwald im Westen und Thüringer Wald im Osten gebe es kaum noch größere Waldgebiete ohne sie, so die Studie.

Und wie sieht die Wildkatze nun aus? Optisch ähnelt sie so stark unserer getigerten Hauskatze. Selbst Experten fällt es schwer, die anhand der äußerlichen Merkmale zu unterscheiden. Generell wirken Wildkatzen durch ihr längeres Fell kräftiger als Hauskatzen. Ihr auffälligstes Merkmal ist der lang wirkende, buschige Schwanz mit dunklen Ringen und einem stumpfen schwarzen Ende.

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Vielleicht triffst ja auch du bei einem späten Waldspaziergang in naher Zukunft auch einmal auf eine Wildkatze. Es ist nicht leicht, denn es sind nachtaktive,  scheue Einzelgänger. Doch schön wäre es , oder?

Es ist Dein Planet