2016 das heisseste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen

Nun ist es auch offiziell – das neue Jahr beginnt mit der Nachricht, dass 2016 weltweit das heißeste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichungen 1880 ist. Es ist damit das dritte Jahr in Folge, das diesen Temperaturrekord aufgestellt hat.

Die Daten dazu hat gestern die US-Ozeanografie- und -Wetterbehörde NOAA sowie die Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlicht. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Was heißt das in Zahlen? Der weltweite Temperaturdurchschnitt lag laut NOAA 2016 um 0,94 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. 2015 wurde damit um 0,07 Grad übertroffen. Für 2016 errechneten die Wissenschaftler einen Durchschnittswert von 1,1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter.

Das wiederum bedeutet, wir sind nicht mehr weit vom 1,5-Grad-Ziel entfernt, das im Pariser Klimaabkommen als Begrenzung der globalen Erderwärmung festgelegt wurde!

Grund für diese zunehmend schneller werdende Erdwärmung ist der Mensch – das sprechen  die Wissenschaftler aller Länder diesmal noch deutlicher aus. Und das ist auch wichtig. Hat die USA, einer der größten Luftverschmutzer der Welt, doch ab morgen einen Präsidenten, der dies immer noch anzweifelt. Obwohl die negativen Folgen auf der ganzen Welt – Hitzerekorde und Dürren auf der einen Seite,

und Überschwemmungen und Zunahme starker Hurrikane auf der anderen Seite unübersehbar sind.

Die Weltgemeinschaft muss  – wie im Abkommen von Paris festgelegt – gemeinsam und schnell handeln. Denn noch ist es möglich, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen: Indem die Weltwirtschaft die Energiewende von den fossilen Brennstoffen hin zu den erneuerbaren Enegien schafft!

2017 wird ein wichtiges Jahr dafür. Und Du kannst auch etwas dafür tun. Informier Dich, schau, ob es in Deiner Nähe Demonstrationen oder Aktionen für den Klimaschutz gibt. Pflanze mit deinen Freunden Bäume (sie entziehen der Atmosphäre CO2, sind wahre Klimaretter), rede mit Deinen Eltern über eure eigenen Angewohnheiten:  Muss man wirklich in den Urlaub fliegen oder gibt es eine Zugverbindung? Wie viel Fleisch und Wurst soll auf den Tisch?

JEDER hat die Möglichkeit, das Klima zu schützen. Das ist wohl die einzig positive Nachricht angesichts der langen Reihe an Negativ-Hitze-Rekorden in diesen Tagen.

 

Ein Geschenk zu Weihnachten – Schutz der Arktis

Nur noch acht Tage, dann endet 2016 und das neue Jahr beginnt. Sascha und ich möchten uns deshalb heute von euch für dieses Jahr verabschieden und euch allen FROHE WEIHNACHTEN und ein glückliches, gesundes und grünes neues Jahr wünschen!

2016 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Doch dank der Proteste zahlloser Umweltschützer und Umweltorganisationen und dank des Einsatzes  indigener Völker gibt es am Ende des Jahres noch ein Geschenk, das Hoffnung macht: Gemeinsam haben der amerikanische Präsident Obama und der kanadische Premierminister Trudeau diese Woche ein weitreichendes Schutzprogramm auf den Weg gebracht:  Die Förderung von Öl und Gas wird in großen Teilen der Arktis und der Atlantikküste – Hoheitsgebiet der USA und Kanada – bis auf Weiteres ausgesetzt! „Damit schützen wir ein einzigartiges Ökosystem“, erklärte Obama.

Hier findest du mehr dazu:

Wir hoffen, euch haben die Beiträge gefallen und ihr habt hier die ein oder andere interessante Information über die Natur erfahren. Und wenn ihr wollt: Im Januar geht es mit neuen Beiträgen weiter! Bis dahin, eure Tina und Sascha

Giraffen in Not

Sie sind weltweit die  beliebtesten und bekanntesten Tiere überhaupt bei Kindern – und auch noch bei vielen Erwachsenen: die Giraffen. Jeder kennt sie, sie liegen als Stofftiere in Betten und Kinderzimmern, hängen als Postermotive an Wänden und sind in Zoos oder Nationalparks Publikumslieblinge.

Was wissen wir über die echten, die wilden Giraffen? Sie leben  vor allem im Süden und Osten Afrikas. Kein lebendes Säugetier an Land ist höher als sie – bis zu 6 Meter -, sie schlafen nicht länger als 20 Minuten am Tag, verteidigen ihre Kinder mit ihren harten Hufen selbst gegen Löwen, können bis zu 55 km/h laufen, und sie haben das größte Herz aller Landtiere. Es wiegt bis zu 11 kg.

Schließt man die Augen, hat man sofort ihren bedächtig staksigen Gang im Kopf und ihre wunderschöne und auffällige Form und Farbe vor Augen. Und noch etwas war an diesen wilden Tieren bis vor Kurzem besonders: Anders als Elefanten und Nashörner waren Giraffen nicht vom Aussterben  bedroht.

Doch nun hat die Weltnaturschutzorganisation IUCN Alarm geschlagen! Und die Giraffe auf die Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. In den vergangenen 30 Jahren ist die Population  um 40 Prozent kleiner geworden. In Zahlen bedeutet das: 1985 wurden noch rund 163.000 Exemplare gezählt, 2015 nur noch rund 97.000.

Grund für diesen dramatischen Rückgang ist – einmal mehr – der Mensch. Die friedlichen und Pflanzen essenden Tiere haben immer weniger Lebensraum und werden zudem illegal gejagt. Das muss aufhören – sonst ist die Giraffe bald von der Erde für immer verschwunden. Und für uns alle – spätestens eure Kinder – nur noch eine Erinnerung, ein Tier aus Erzählungen.

 

Enagegement lohnt sich! Bauarbeiten für Ölpipeline in USA gestoppt

Monatelang haben Tausende Ureinwohner, vor allem Sioux-Indiander, zusammen mit Umweltaktivisten in North Dakota, USA, gegen den Bau einer Ölpipeline protestiert. Nun hat das United States Army Corps of Engineers den Bau gestoppt und damit dem Schutz des Wassers Vorrang vor Profit gegeben.

Die sogenannte North Dakote Pipeline soll Öl von den zahllosen Frackingbohrstellen im Norden North Dakotas  in den Staat Illinois transportieren – das sind insgesamt fast 1900 Kilometer. Bis auf das fehlende Stück unter dem Lake Oahe am Rande eines Indianerreservats, dessen Bau jetzt angehalten wurde, ist sie fertig.

Gerade diesen See, ein Wasserreservoir des Missouri Rivers, sahen die Ureinwohner und Umweltschützer gefährdet . „Sie [das Unternehmen Energy Transfer Partners] können uns nicht garantieren, dass die Pipeline nicht brechen oder platzen wird. Und sollte ein solcher Unfall passieren, wird das Öl das Wasser, die Böden, die Pflanzen kontaminieren. Alles auf seinem Weg wird sterben“, so einer der örtlichen Sioux-Indianer der Gruppe Standing Rock.

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Auch wenn es erst einmal ein Etappensieg ist, und der künftige Präsident Donald Trump, der sich bereits für den Weiterbau der Pipeline ausgesprochen hat, den Baustopp und die Suche nach alternativen Routen rückkgängig machen kann, so zeigt es dennoch, dass es sich lohnt, gemeinsam für die Natur zu kämpfen. Je mehr Menschen sich für den Schutz der Umwelt einsetzen, desto weniger können sie ignoriert werden.

Und man muss auch nicht vor Ort sein – so haben Shailene Woodley (Foto) und zahllose jugendliche Ureinwohner von North Dakote am 7. August in New York City gegen den Bau der Pipeline protestiert.

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Oder mach es wie der 16-jährige Xiuhtezcatl Martinez, der eine Petition zum Schutz der Journalisten und anderer Menschen gestartet hat, die vor Ort von den Protesten  berichteten und zum Teil verhaftet wurden.

Deine Stimme kann überall gehört werden!

Klimagipfel in Marrakesch hat Klima-Fahrplan beschlossen

Trotz der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA, und seiner im Wahlkampf gemachten Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten …

Trotz des wenig ambitionierten Klimaschutzplans Deutschlands, das nicht erst damit seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verloren hat …

Trotz der großen Lücke, die noch zwischen den eingereichten nationalen Klimazielen und dem großen Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, klafft …

… wurde der 22. weltweite Klimagipfel in Marrakesch ein Erfolg!

Zwei Wochen lang haben die Delegierten  aus 195 Staaten über den Klimaschutz verhandelt.  Darüber, wie die Beschlüsse von Paris auch umgesetzt werden können. Und am Ende steht nun ein Fahrplan genau dafür.  Wie unter anderem auch die Süddeutsche Zeitung berichtete, ließen sich die Teilnehmer des Klimagipfels eben nicht von all den oben genannten Hindernissen entmutigen, sondern sind eben TROTZ oder gerade deswegen näher zusammengerückt.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sprach sogar von einer „neue[n] Entschlossenheit, das Abkommen von Paris umzusetzen.“

Ein besonders Zeichen setzten die von der Klimakrise besonders gefährdeten Staaten – sie kündigten an, in ihren Ländern zukünftig auf 100% Erneuerbare Energien zu setzen.

Ganz im Zeichen von: WE WILL MOVE AHEAD!

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Positiv wurde in Marrakesch auch gewertet, dass China nach dem voraussichtlichen Ausstieg der USA, die zuletzt mit Barack Obama die weltweite Führungsrolle im Klimaschutz eingenommen hatten, diese zu übernehmen.

Doch auch die EU und Deutschland sind in der Pflicht! Viele Umweltschützer fragen sich, ob wir hier wieder zu dem engagierten Klimaschutz früherer Zeiten zurückfinden.

Nun, der nächste Klimagipfel findet – unter Ausrichtung der Fidschi-Inseln – 2017 in Bonn statt. Da wäre es doch perfekt, ein Zeichen zu setzen? Wie hat Marokkos Außenminister Salaheddine Mezouar am Ende des Klimagipfels gesagt (er leitete als Präsident die Verhandlungen von Marrakesch): „Über die vergangenen beiden Wochen haben wir zusammen in die Zukunft geschaut mit einem Bewusstsein für Verantwortung.“

Die Erwachsenen legen gerade das zukünftige Klima fest – das ist Eure Zukunft! Setzt Euch dafür ein!

COP 22 – Klimakonferenz in Marrakesch hat begonnen

Seit Montag, den 7. November, findet in Marrakesch der 22.  UN-Weltklimagipfel statt. Vor etwa einem Jahr – am 12. Dezember 2015  – endete in Paris die Vorgängerkonferenz mit einem als historisch gefeierten Klimaabkommen, in dem 197 Länder beschlossen, die Erderwärmung auf unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen.

In Marrakesch geht es nun zwei Wochen lang darum, wie dieses Ziel in konkrete Schritte und Zeitpläne umgesetzt werden kann.  Es ist die Zeit des Handelns.

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Doch wie mühsam der Weg hin zu wirklichen und spürbaren CO2-Einsparungen ist, das beweist gerade die deutsche Politik. Eigentlich wollte Bundesumweltminsterin Hendricks mit einem ambitionierten deutschen Klimaplan, dem „Klimaschutzplan 2050“, nach Marokko fahren. Doch Bundeswirtschaftsminister Gabriel blockierte letzte Nacht in letzter Sekunde den Plan. Warum, das wird er wohl noch erklären. Wie sagt schon Paul in ES IST DEIN PLANET: Die Zerstörung der Umwelt bringt Konzernen, Firmen und Wirtschaftsbossen viel Geld ein.  So lange das so ist, hat die Natur das Nachsehen.

Doch auch die Nachricht,  dass Donald Trump der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden wird, kann dem Pariser Klimaabkommen schaden. Im Wahlkampf hatte Trump den Klimawandel als „Schwindel“ bezeichnet und versprochen, aus dem Abkommen auszutreten.  Das würde den Klimavertrag und damit auch die Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad gefährden. Denn falls sich die USA aus dem Klima-Deal zurückziehen würden, ist nicht klar, wie es mit der gesamten Vereinbarung weitergeht.

Was passiert: Wir informieren euch hier!

 

NASA warnt: 2016 wird wohl heißestes Jahr

Wie die NASA vor zwei Tagen bekannt gab, wird 2016 mit großer Wahrscheinlichkeit das heißeste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnung vor 136 Jahren.  Allein der September lag um 0,91 Grad über der globalen Durchschnittstemperatur des Monats.

Der Klimawandel schreitet also zügig voran – und zeigt sich in einem traurigen Rekord nach dem anderen: Jahrhunderthurrikan „Matthew“ in Haiti, Supertaifun „Haima“ über den Philippinen, Äthiopien litt im Sommer unter der schwersten Dürre seit 50 Jahren und und und.

Umso wichtiger- und auch schöner –  ist deshalb die Nachricht, dass das Klimaabkommen von Paris, das den weltweiten Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2 Grad begrenzen will, bereits am 4. November 2016 in Kraft treten kann! Schneller als gedacht haben 72 Staaten unterzeichnet, die für 57 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich sind.

Damit es in Zukunft endlich wieder gute Nachrichten vom Klima gibt.

Drei Tage Zukunft an Münchner Schule

„Unsere Zukunft beginnt jetzt! Was wir Gutes für Natur und Umwelt tun können“ – so hieß der dreitägige Workshop, den Sascha und ich letzte Woche an einer Münchner Realschule veranstaltet haben.

Und die elf Jugendlichen hatten gute Ideen! Zuerst haben wir über die Umwelt und die Zukunft gesprochen – und darüber, was sie mit euch, den nach 2000-Geborenen zu tun hat. Und wieso die Zukunftsfragen so eng mit den Umweltfragen verbunden sind.

Dann waren wir in der „Anthropozän“-Ausstellung im Deutschen Museum. Hier kann man nämlich mehr als nur eine Idee finden, wie die gute Zukunft aussehen könnte.

Aber das Wichtigste war: Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen unserer Zukunftswerkstatt ihre eigene Schule der Zukunft gebaut!  Eine Schule, die all die wichtigen Umweltfragen berücksichtigt: eine Schule voller Pflanzen – drinnen und draußen, eine Schule, die essbar ist, die aus recyceltem Baumaterial gebaut ist, die grüne Energie nutzt. Eine Schule,  in der Müll vermieden und recycelt wird – und in der es Tiere gibt: von Bienen und Kühen auf grünen Dächern bis hin zum Schwimmteich mit Fischen.

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Und weil eine Schule der Zukunft weiß, dass ohne Wissen und Zeit für die Natur keine Ideen und Veränderungen geschehen können, haben wir zusammen auch einen Stundenplan der Zukunft erstellt.  Dort gibt es dann Fächer wie Weltkunde, Andere Lebewesen, Obst und Gemüse anbauen, Virtuelle Reisen, die Zukunft …

Sascha und ich hatten auf jeden Fall eine schöne und wilde und kreative Zeit mit unseren Workshop-Kindern. Danke!

Der Earth Overshoot Day war dieses Jahr schon am 8. August!

Hm, wirst du Dich vielleicht fragen, was ist denn dieser Earth Overshoot Day und warum soll ich mir darüber Gedanken machen?

Dieser Tag – auch „Erdüberlastungstag“ genannt – markiert den Zeitpunkt, an dem wir Menschen alle uns für ein Jahr zur Verfügung stehenden, natürlichen Ressourcen verbraucht haben.

Das heißt auch, dass wir seit dem 8. August,  also heute schon seit 17 Tagen,  mehr verbrauchen, als sich in einem Jahr wieder natürlich regenerieren kann.  An jedem einzelnen dieser 17 Tage ist ein Teil der Erde „verloren“ gegangen.

1993 fiel der Earth Overshoot Day übrigens noch  auf den 21. Oktober. Im Jahr 2003 auf den 22. September. Letztes Jahr war es der 13. August – vier Tage später als 2016.  Damit  ist der Trend eindeutig.

Was also tun? Bestimmt hast auch Du viele gute Ideen, um den eigenen Ressourcenverbrauch, den Deiner Eltern, Deiner Schule oder Deiner Nachbarschaft zu verkleinern.  Damit wir alle gemeinsam diesen Trend, die Erde wie eine Zitrone auszupressen oder wie einen Apfel anzuknabbern, stoppen und umkehren!

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Es ist Dein Planet